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[HH] [JuPis Termin] Stammtisch am 28.02.2013 - 17:30
b***@junge-piraten.de
2013-02-26 16:50:01 UTC
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Ohai,

unsere nächste Veranstaltung ("Stammtisch") findet am 28.02.2013 um 17:30 in der LGS statt. Die TO gibt es im Wiki unter https://wiki.junge-piraten.de/wiki/HH:Stammtisch/2013-02-28 .

Das Protokoll-Pad wird ggf. kurz vor der Veranstalltung hier veröffentlicht.

Viele Grüße
Daniela Ehlers
2013-02-28 21:56:04 UTC
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Hi, mag sein, das ich nicht diejenige bin die das hier sagen sollte, aber egal, mir liegt das auf der Seele.

Ich habe mal ne frage an euch, was bedeutet für euch ne politische Jugendorganisation? Was erwartet ihr von einer solchen? Welche Aufgaben hat sie? Was soll sie tun?

Mir ist in den letzten Wochen einiges aufgefallen. Seit der LO Gründung im September ist die besucher*innenzahl des Stammtisches stätig zurückgegangen. Auf diesen treffen geht es nahezu ausschließlich um technikkrams und Finanzen, das meist diskutierte Thema in letzter Zeit ist der nicht funktionierende LGS Status, wirklich politische Themen fehlen seit langem auf den immer kürzer werdenden TOs, mit der sich beim heutigen treffen ganze 3 Menschen beschäftigt haben, an dem Tag als im Vorfeld Besuch von Piraten angekündigt worden ist, die uns was über Inhalte erzählen wollten, waren wir auch nur 3! Menschen.

Deshalb frage ich mich, bin ich die einzige der das auffällt, habt ihr euch mal überlegt woran die abnehmende Besucher*innenzahl liegen könnte oder ist ein "Alle mal penis schreien" in der Whats App. Gruppe das Niveau das ihr euch von ner politischen Jugendorganisation einer Partei, die in 6,5 Monaten in den Bundestag einziehen möchte, wünscht?

LG Blumenkind
Raul Truckenbrodt
2013-03-01 09:14:08 UTC
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der letzte von vielen der dieses thema angesprochen hat war sascha, wollen
wir ihn mal fragen warum er zu den wegbleibenende besucher*innen zählt?
es gibt viele verschiedene gründe, weshalb es momentan schlecht aussieht
von dingen wie, menschen die klausurenstress haben/hatten über
genderanträge, austrittsnahelegungen bis hin zum allgemeinen bundesweiten
trend und struckturdebatten nicht zu vergessen (diese faktoren zu nennen
sorgt ebenfalls wieder für mehr unmut *böser raul*)

um also nicht weiter diese strukturdebatte zu befeuern hier ein paar
maßnahmen, die ich mir in den letzten wochen überlegte:
-mehr orga zeug über die Maillingliste
-themenabende
-neuer termin für arbeitswillige
-neue menschen werben
-den teufel nicht dauernd an die wand malen
-nicht immer so bierernst sein (mhh, er hat bier gesagt)
-breitere beteiligung/aufgaben selbst suchen oder zumindest nach aufgaben
fragen


also erstes orga thema zum werben von neuen mitgliedern schlag ich das
designen von aufklebern vor. wir brauchen dafür:
-ein paar sprüche
-ein logo
-ein design

zusätzlich die frage, habt ihr ideen wie man neue mitglieder werben kann?
Daniela Ehlers
2013-03-01 10:58:46 UTC
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Ich habe da noch so ne böse, böse Idee, Inhalte, igitt wie widerlich, ne ernsthaft mal, zumindest für mich enthält der Name Politische Jugendorga nicht nur orga sondern eben auch Politik, und Politik hat was mit Themen zu tun, mit politischer Meinungsbildung, warum setzten wir uns nicht für jede 2. Woche nen Thematischen Schwerpunkt über den wir diskutieren wollen? Holen uns zu Beginn nen Input dazu, entweder von JuPis die sich mit nem Thema speziell auseinander gesetzt haben oder auch von Piraten.
In einer Woche habt ihr LPT, habt ihr euch schonmal mit den Anträgen die da besprochen werden oder den Kandidat*innen die die HH Piraten im nächsten Bundestag vertreten wollen auseinander gesetzt? Was haltet ihr davon sich nächste Woche einfach mal damit zu beschäftigen anstatt mit den besten teilnahmen für ein kinderinternet und tollen finanzworkschops?
Und wenn ihr mir ernsthaft erzählen wollt, das ne Diskussion über eine. Kleinen Stern dazu führt, das ihr nichtmehr arbeitsfähig seit, dann tut ihr mir wirklich leid! Sry aber ihr werdet in dieser Welt, gerade dann wenn ihr euch politisch einbringen wollt, immer wieder auf Situationen stoßen in der sich nicht alle einig sind, bloß weil man dann eben mal diskutieren muss, und tendenziell eine Seite etwas einstecken muss, Diskussionen zu meiden und einen auf, ach wir ham uns alle lieb und sind alle einer Meinung, zumindest in den Punkten über die wir reden, zu machen ist definitiv der falsche weg, dann herzlich Willkommen in ner Diktatur.

Naja, ich gehöre zu den Menschen die gerne diskutieren, und ging bislang davon aus das ne jugendorga dafür der richtige Ort ist.

LG Blumenkind
Raul Truckenbrodt
2013-03-01 12:41:23 UTC
Permalink
Post by Daniela Ehlers
Ich habe da noch so ne böse, böse Idee, Inhalte, igitt wie widerlich, ne
ernsthaft mal, zumindest für mich enthält der Name Politische Jugendorga
nicht nur orga sondern eben auch Politik, und Politik hat was mit Themen zu
tun, mit politischer Meinungsbildung, warum setzten wir uns nicht für jede
2. Woche nen Thematischen Schwerpunkt über den wir diskutieren wollen?
Holen uns zu Beginn nen Input dazu, entweder von JuPis die sich mit nem
Thema speziell auseinander gesetzt haben oder auch von Piraten.
Mhh, also genau da was ich seit ein paar Wochen probiere, am 14.2. Asyl 2
andere Personen anwesend lohnte sich also leider nicht zu diskutieren (du
warst dabei ;) )
gestern hab ich angestoßen zum thema HVV dinge zu tun, die stimmung die du
mitbekommen hast sorgte nicht umbedingt für eine möglichkeit zur
diskussion, die VoSi verhinderte, dass ich mich weiter drumm kümmern konnte.
Themen bei den JuPis kann man, wie ich also feststellte, nicht pauschal
"ansetzen" zumindest nicht an unserem normalen donnerstag, der JMStV
Vortrag hat eher eine diskussion hervorgebracht.
Post by Daniela Ehlers
In einer Woche habt ihr LPT, habt ihr euch schonmal mit den Anträgen die
da besprochen werden oder den Kandidat*innen die die HH Piraten im nächsten
Bundestag vertreten wollen auseinander gesetzt? Was haltet ihr davon sich
nächste Woche einfach mal damit zu beschäftigen anstatt mit den besten
teilnahmen für ein kinderinternet und tollen finanzworkschops?
gute idee, auch wenn ich denke, dass der großteil sich schon eine meinung
gebildet hat auch das "auseinadersetzen" *hust* lästern *hust* über
kandidaten seh ich kritisch. können wir aber gerne machen.
Post by Daniela Ehlers
Und wenn ihr mir ernsthaft erzählen wollt, das ne Diskussion über eine.
Kleinen Stern dazu führt, das ihr nichtmehr arbeitsfähig seit, dann tut ihr
mir wirklich leid! Sry aber ihr werdet in dieser Welt, gerade dann wenn ihr
euch politisch einbringen wollt, immer wieder auf Situationen stoßen in der
sich nicht alle einig sind, bloß weil man dann eben mal diskutieren muss,
und tendenziell eine Seite etwas einstecken muss, Diskussionen zu meiden
und einen auf, ach wir ham uns alle lieb und sind alle einer Meinung,
zumindest in den Punkten über die wir reden, zu machen ist definitiv der
falsche weg, dann herzlich Willkommen in ner Diktatur.
ich sagte, dass es "ein" grund für die "momentane" lage ist, es gibt viele
gründe weshalb die situation so ist, bitte überspitze dinge nicht und
versuch sie ins lächerliche zu ziehen, nur weil du anderer inhaltlicher
meinung bist. sonnst könnte ich auch vergleiche ziehen zwischen einer
diktatur/freien diskussion und einer früh geschlossenen rednerliste, aber
sojemand bin ich ja nicht ;)
Post by Daniela Ehlers
Naja, ich gehöre zu den Menschen die gerne diskutieren, und ging bislang
davon aus das ne jugendorga dafür der richtige Ort ist.
ja, wir diskutieren gerne, einige gerne über technikkrams, andere über
angewante drogenpolitik, wieder andere über chancengleichheit, nicht jedem
liegt jedes dieser themen, wir sollten also welche finden über die alle
gern diskutieren (auch wenn sie unterschiedlicher ansichten sind)
unsere besten diskussionen sind bisher strukturdiskussionen, wie wir denn
besser arbeiten können/sollen^^
mein fazit nach mindestens drei dieser diskussionen ist: machen, nicht nur
drüber reden

ich hoffe diese maillinglisten diskussion mundet dir besser, als der
gewöhnliche donnerstag ;)
Max Bauregger
2013-02-28 22:30:53 UTC
Permalink
+1

-------- Original message --------
From: Daniela Ehlers <***@yahoo.de>
Date: 2013/02/28 10:56 PM (GMT+01:00)
To: "[SYNC] Hamburg" <***@lists.junge-piraten.de>
Subject: [HH] Ich habe da mal nen paar Fragen an euch

Hi, mag sein, das ich nicht diejenige bin die das hier sagen sollte, aber egal, mir liegt das auf der Seele.

Ich habe mal ne frage an euch, was bedeutet fÃŒr euch ne politische Jugendorganisation? Was erwartet ihr von einer solchen? Welche Aufgaben hat sie? Was soll sie tun?

Mir ist in den letzten Wochen einiges aufgefallen. Seit der LO GrÃŒndung im September ist die besucher*innenzahl des Stammtisches stÀtig zurÃŒckgegangen. Auf diesen treffen geht es nahezu ausschließlich um technikkrams und Finanzen, das meist diskutierte Thema in letzter Zeit ist der nicht funktionierende LGS Status, wirklich politische Themen fehlen seit langem auf den immer kÃŒrzer werdenden TOs, mit der sich beim heutigen treffen ganze 3 Menschen beschÀftigt haben, an dem Tag als im Vorfeld Besuch von Piraten angekÃŒndigt worden ist, die uns was ÃŒber Inhalte erzÀhlen wollten, waren wir auch nur 3! Menschen.

Deshalb frage ich mich, bin ich die einzige der das auffÀllt, habt ihr euch mal Ìberlegt woran die abnehmende Besucher*innenzahl liegen könnte oder ist ein "Alle mal penis schreien" in der Whats App. Gruppe das Niveau das ihr euch von ner politischen Jugendorganisation einer Partei, die in 6,5 Monaten in den Bundestag einziehen möchte, wÌnscht?

LG Blumenkind
--
    /"\    Junge Piraten hh Mailingliste
    \ /    Hamburg
     X
    / \    https://ucp.junge-piraten.de/
Max Bauregger
2013-02-28 22:33:14 UTC
Permalink
Ich habe gerade zwar keine Lösung (gerade am ins Bett gehen) fÌr unseren Zerfall (ja das Wort ist Ìberlegt), aber ich sehe den Trend genauso. Gn8

Max

-------- Original message --------
From: Daniela Ehlers <***@yahoo.de>
Date: 2013/02/28 10:56 PM (GMT+01:00)
To: "[SYNC] Hamburg" <***@lists.junge-piraten.de>
Subject: [HH] Ich habe da mal nen paar Fragen an euch

Hi, mag sein, das ich nicht diejenige bin die das hier sagen sollte, aber egal, mir liegt das auf der Seele.

Ich habe mal ne frage an euch, was bedeutet fÃŒr euch ne politische Jugendorganisation? Was erwartet ihr von einer solchen? Welche Aufgaben hat sie? Was soll sie tun?

Mir ist in den letzten Wochen einiges aufgefallen. Seit der LO GrÃŒndung im September ist die besucher*innenzahl des Stammtisches stÀtig zurÃŒckgegangen. Auf diesen treffen geht es nahezu ausschließlich um technikkrams und Finanzen, das meist diskutierte Thema in letzter Zeit ist der nicht funktionierende LGS Status, wirklich politische Themen fehlen seit langem auf den immer kÃŒrzer werdenden TOs, mit der sich beim heutigen treffen ganze 3 Menschen beschÀftigt haben, an dem Tag als im Vorfeld Besuch von Piraten angekÃŒndigt worden ist, die uns was ÃŒber Inhalte erzÀhlen wollten, waren wir auch nur 3! Menschen.

Deshalb frage ich mich, bin ich die einzige der das auffÀllt, habt ihr euch mal Ìberlegt woran die abnehmende Besucher*innenzahl liegen könnte oder ist ein "Alle mal penis schreien" in der Whats App. Gruppe das Niveau das ihr euch von ner politischen Jugendorganisation einer Partei, die in 6,5 Monaten in den Bundestag einziehen möchte, wÌnscht?

LG Blumenkind
--
    /"\    Junge Piraten hh Mailingliste
    \ /    Hamburg
     X
    / \    https://ucp.junge-piraten.de/
Max Bauregger
2013-03-01 12:49:38 UTC
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BIER, ER HAT BIER GESAGT!!

-------- Original message --------
From: Raul Truckenbrodt <***@gmail.com>
Date: 2013/03/01 10:14 AM (GMT+01:00)
To: "[SYNC] Hamburg" <***@lists.junge-piraten.de>
Subject: Re: [HH] Ich habe da mal nen paar Fragen an euch

der letzte von vielen der dieses thema angesprochen hat war sascha, wollen wir ihn mal fragen warum er zu den wegbleibenende besucher*innen zÀhlt?
es gibt viele verschiedene grÌnde, weshalb es momentan schlecht aussieht von dingen wie, menschen die klausurenstress haben/hatten Ìber genderantrÀge, austrittsnahelegungen bis hin zum allgemeinen bundesweiten trend und struckturdebatten nicht zu vergessen (diese faktoren zu nennen sorgt ebenfalls wieder fÌr mehr unmut *böser raul*)

um also nicht weiter diese strukturdebatte zu befeuern hier ein paar maßnahmen, die ich mir in den letzten wochen ÃŒberlegte:
-mehr orga zeug ÃŒber die Maillingliste
-themenabende
-neuer termin fÃŒr arbeitswillige
-neue menschen werben
-den teufel nicht dauernd an die wand malen
-nicht immer so bierernst sein (mhh, er hat bier gesagt)
-breitere beteiligung/aufgaben selbst suchen oder zumindest nach aufgaben fragen


also erstes orga thema zum werben von neuen mitgliedern schlag ich das designen von aufklebern vor. wir brauchen dafÃŒr:
-ein paar sprÃŒche
-ein logo
-ein design

zusÀtzlich die frage, habt ihr ideen wie man neue mitglieder werben kann?
Max Bauregger
2013-03-01 12:59:44 UTC
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Ich muss aber sagen, das wir nicht diskutiern, weil wir uns zerstreiten oder so. Wenn wir diskutieren, - so wÃŒrde ich es zmdst einschÀtzen - haben wir eine vivide diskussionskultur mit vielen meinungen, nur kommen wir nie dazu. Ist ja auch nur gelaber aber ich hab pers. spaß am diskutieren in unserer Runde. Wenn nÀchstes mal mehr da sind - das ist auch ein Apell - dann, wie wÀre es mit SMV, OpenGov, und liquider BÃŒrgerbeteiligung? Hab zwar (vergleichsweise) wenig ahnung aber das Thema find ich interessant.

LG

-------- Original message --------
From: Raul Truckenbrodt <***@gmail.com>
Date: 2013/03/01 1:41 PM (GMT+01:00)
To: "[SYNC] Hamburg" <***@lists.junge-piraten.de>
Subject: Re: [HH] Ich habe da mal nen paar Fragen an euch



Am 1. MÀrz 2013 11:58 schrieb Daniela Ehlers <***@yahoo.de>:

Ich habe da noch so ne böse, böse Idee, Inhalte, igitt wie widerlich, ne ernsthaft mal, zumindest fÌr mich enthÀlt der Name Politische Jugendorga nicht nur orga sondern eben auch Politik, und Politik hat was mit Themen zu tun, mit politischer Meinungsbildung, warum setzten wir uns nicht fÌr jede 2. Woche nen Thematischen Schwerpunkt Ìber den wir diskutieren wollen? Holen uns zu Beginn nen Input dazu, entweder von JuPis die sich mit nem Thema speziell auseinander gesetzt haben oder auch von Piraten.

Mhh, also genau da was ich seit ein paar Wochen probiere, am 14.2. Asyl 2 andere Personen anwesend lohnte sich also leider nicht zu diskutieren (du warst dabei ;) )
gestern hab ich angestoßen zum thema HVV dinge zu tun, die stimmung die du mitbekommen hast sorgte nicht umbedingt fÃŒr eine möglichkeit zur diskussion, die VoSi verhinderte, dass ich mich weiter drumm kÃŒmmern konnte.
Themen bei den JuPis kann man, wie ich also feststellte, nicht pauschal "ansetzen" zumindest nicht an unserem normalen donnerstag, der JMStV Vortrag hat eher eine diskussion hervorgebracht.
 
In einer Woche habt ihr LPT, habt ihr euch schonmal mit den AntrÀgen die da besprochen werden oder den Kandidat*innen die die HH Piraten im nÀchsten Bundestag vertreten wollen auseinander gesetzt? Was haltet ihr davon sich nÀchste Woche einfach mal damit zu beschÀftigen anstatt mit den besten teilnahmen fÌr ein kinderinternet und tollen finanzworkschops?

gute idee, auch wenn ich denke, dass der großteil sich schon eine meinung gebildet hat auch das "auseinadersetzen" *hust* lÀstern *hust* ÃŒber kandidaten seh ich kritisch. können wir aber gerne machen.
 
Und wenn ihr mir ernsthaft erzÀhlen wollt, das ne Diskussion ÃŒber eine. Kleinen Stern dazu fÃŒhrt, das ihr nichtmehr arbeitsfÀhig seit, dann tut ihr mir wirklich leid! Sry aber ihr werdet in dieser Welt, gerade dann wenn ihr euch politisch einbringen wollt, immer wieder auf Situationen stoßen in der sich nicht alle einig sind, bloß weil man dann eben mal diskutieren muss, und tendenziell eine Seite etwas einstecken muss, Diskussionen zu meiden und einen auf, ach wir ham uns alle lieb und sind alle einer Meinung, zumindest in den Punkten ÃŒber die wir reden, zu machen ist definitiv der falsche weg, dann herzlich Willkommen in ner Diktatur.

ich sagte, dass es "ein" grund fÌr die "momentane" lage ist, es gibt viele grÌnde weshalb die situation so ist, bitte Ìberspitze dinge nicht und versuch sie ins lÀcherliche zu ziehen, nur weil du anderer inhaltlicher meinung bist. sonnst könnte ich auch vergleiche ziehen zwischen einer diktatur/freien diskussion und einer frÌh geschlossenen rednerliste, aber sojemand bin ich ja nicht ;)
 

Naja, ich gehöre zu den Menschen die gerne diskutieren, und ging bislang davon aus das ne jugendorga dafÌr der richtige Ort ist.


ja, wir diskutieren gerne, einige gerne ÃŒber technikkrams, andere ÃŒber angewante drogenpolitik, wieder andere ÃŒber chancengleichheit, nicht jedem liegt jedes dieser themen, wir sollten also welche finden ÃŒber die alle gern diskutieren (auch wenn sie unterschiedlicher ansichten sind)
unsere besten diskussionen sind bisher strukturdiskussionen, wie wir denn besser arbeiten können/sollen^^
mein fazit nach mindestens drei dieser diskussionen ist: machen, nicht nur drÃŒber reden

ich hoffe diese maillinglisten diskussion mundet dir besser, als der gewöhnliche donnerstag ;)
Sascha Morlok
2013-03-02 21:41:37 UTC
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Tach,

nachdem ich mir nun die vergangenen Mails durchgelesen und ein paar der Tweets verfolgte habe - und zudem auch noch aufgefordert wurde - schreib ich auch nochmal meinen Senf dazu. Wie schon richtig festgestellt wurde ist die, ich nenne es jetzt mal Handlungslosigkeit, ein Problem das schon länger besteht. Diese Handlungslosigkeit hat viele Ursachen von denen ich hier nur einige Aufführen kann, die ich durch Gespräche mit anderen Jupis herausgefunden habe, und natürlich die, die ich mir vom Handeln der Jupis auf der Landes- wie Bundesebene abgeleitet habe. Ich erhebe bei der folgenden Analyse natürlich kein Anspruch auf Vollständig- wie auch Richtigkeit. Wer das nicht alles lesen möchte, ich habe unten ein tl;dr angefügt.

Schon länger "leiden" die (Hamburger) Jupis hier in HH unter dem Vorurteil eine reine Spaßveranstaltung zu sein. Dies wird nicht nur von einigen Jupis so behauptet bzw. wahrgenommen, sondern auch von vielen Hamburger Piraten. Zuletzt wurde etwa moniert, dass nach der BMV die Jupis genüsslich in ihrer Ecke der LGS lagen, während Piraten dann mehr oder minder fleißig dabei waren Plakate aufzustellen und nicht einmal (zumindest für die nicht wahrnehmbar) gefragt wurde, ob man dann vielleicht helfen könne. Ja, ich kann verstehen, wenn man nach einer BMV ziemlich geschafft ist (auch ich hätte keine große Lust etwa nach dem letzten BPT noch Plakate aufzuhängen). Auch ist es richtig, dass wir etwa nur ein e Bohrmaschine hatten und somit nicht jeder mithelfen konnte die kaputten Plakate zu reparieren.

Wir haben es letztendlich ja auch irgendwie hinbekommen und abgebaut wurden sie auch irgendwie. Schwamm drüber. Dennoch höre ich solche Beschwerden, abwertenden Bemerkungen immer öfter. Nicht alle Stimmen oder sind zu Recht ausgesprochen worden. Man kann sowas alle natürlich gerne als "Einzelfälle" abtun, wenn man aber mal dahinter Blickt offenbart sich eine viel allgemeinere Frage: Wofür brauchen wir eine Jugendorganisation?

(Disclaimer: Wenn ihr gleich losraged haltet euch bitte nicht zu sehr mit dem ersten Teil hier auf. Er dient weniger als Kritik an euch, denn als Einleitung und zur Aufstellung meiner im letzten Satz formulierten Hauptthese. Danke)

Im Gegensatz zu anderen war mir das eigentlich recht früh klar, weshalb ich auch bereit war den Jupis beizutreten. In meinen Augen ist das Ziel und die aufgabe einer jugendorganisation u.a. Bündelung von jungen Personen und deren Interessen um sie gegenüber dem jeweiligen Landesverband bzw. der Bundespartei zu artikulieren, Einsatz und Formunlierung Kinder- und jugendpolitischer Ziele, sowie deren Rechte (und mglw. Pflichten), die dann in die Landes- bzw. Bundespartei hinengetragen bzw. von diesen Übernommen werden, Einbringung einer kinderlichen bzw. jugendlichen Perspektive in den gesellschaftlichen Diskurs und letztendlich Visionen bezüglich der Fragestellung: In was für einer Welt will ich in 20, 30 oder 50 Jahren leben. Zusätlich dazu gehört auch noch die Bildung, Ausbildung und Herausbildung des zukünftigen politischen Personals der Mutterpartei, das sich durch die oben beschreibenenen Punkte idR. von selbst erledigt.

In Gesprächen, ob nun gemeinsam oder auch Einzeln, habe ich zumindest bei vielen dieser Punkte durchaus eine Schnittmenge bei den Hamburgern und diesen Zielen festgestellt. Leider herrscht jedoch eine ziemlich große Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Diese findet sich allerdings weniger auf der Landes- sondern vielmehr auf der Bundesebene. Einge hatten ja geglaubt, dass die vergangene BMV neue Energie freisetzen würde, die man dann produktiv in den kommenden Jupi-Sitzungen verwenden könnte. Entsprechende Unternehmungen wurden ja auch angedacht (etwa Themenabende). Allerdings scheint der Plan wohl nicht so wirklich aufgegangen zu sein. Was ich so mitbekommen habe, hat die BMV doch nicht so viel Energie freigesetzt wie erhofft.

Bei anderen Terminen wo wir als Jupis uns mit uns selbst beschäftigt haben, habe ich (wie schon gesagt) festgestellt, dass die Vorstellung der Hamburger auch um die oben definierten Ziele, oder zumindest einzelne davon, kreisen. Bei Rückschau auf etwa die Anträge der BMV findet man davon allerdings kaum etwas wieder. Mal ehrlich kann mir einer von euch dezidiert irgendwelche Anträge nennen, die etwas mit Kinder und Jugendlichen zu tun hatten? Wenn man mal so Sachen wie Jura in der schule weg lässt, dann bleibt da nur noch der Bildungsantrag, Jugendpartizipation (der dann auch noch nicht behandelt werden sollte.... was ein Unfug) und der Antrag zur Beschneidung. Man kann noch den Antrag zum Adoptionsrecht für Homosexuelle hinzuzählen, allerdings hat die Piratenpartei bereits ein sehr umfangreiches Queer- und Familienprogramm, das zudem auch mit zu dem progressivsten ist und auch durchaus weitgehender ist, als etwa das was die Grünen fordern.

Und das ist letztendlich das Problem, er ist irgendwo ein "Me-too"-Antrag, wie viele andere auch, sei es nun Wirtschaft, Asylpolitik, Trennung von Staat und Kirche, whatever. Sie sind entweder reine Me-Too-Anträge, oder wirken im Zusammenhang mit den (Kern-)Aufgaben einer Jugendorganisation vollkommen deplatziert. Was wir letztendlich auf der BMV hier in Hamburg gemacht haben ist die Piratenpartei im kleinen nachgespielt. Wir sind aber keine kleine Piratenpartei, wir treten nicht zu Wahlen an und wir werden auch keine Regierungsverantwortung übernehmen. Sicher, einige der Anträge könnte man unter dem Zukunftsaspekt sehen und sind somit durchaus zu legitimieren. Es wurde jedoch bei all diesen Anträgen komplett versäumt inwieweit die Lebenswelt und vor allem die Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen hierbei betroffen ist.

Wozu muss etwa eine Jugendorganisation ein Wirtschaftsprogramm beschließen? Vielleicht muss man sich ja irgendwann als Jugendorganisation auf sowas einigen, keine Ahnung, sofern dies in entschiedenen Punkten vom dem Wirtschaftsprogramm abweicht, dass wir uns in Bochum gegeben haben bin ich eher der Meinung, dass man es auch hätte sein lassen können. Die Piratenpartei HAT bereits umfangreiche Beschlüsse zu Harz IV, die Piratenpartei IST bereits für einen Mindestlohn und die Piratenpartei WILL ein Recht auf Sichere Existenz und gesellschaftliche Teilhabe. Wozu brauchen wir also ein Wirtschaftsprogramm, da sich die Position der Mutterpartei ziemlich problemlos übernehmen ließe? (Für "gleicher Lohn für gleiche Arbeit" bräuchte man den Antrag nicht, das ließe sich auch komplett aus den Ursprungsbeschlüssen ableiten, die sind nämlich Personengruppen unabhängig).

Ähnliches gilt für eine Position zum Urheberrecht. Ich weiß ja nicht, schließlich war dies meine erste BMV und es kann somit sein, dass die Jupis bereits auf einen breiten Fundus von Positionspapieren zu Kinder- und Jugendpolitik zurückgreifen. Wenn ich aber so schaue, was nun an PMs bzw. Meldungen auf der Webseite der Jupis gelandet ist, so scheint man die BMV wohl eher dafür benutzt zu haben, damit man "auch mal was" zu den "großen Themen" sagen darf. Mitteilung zur Schuldenbremse oder zum Mindestlohn? Die dort zu findenden Zitate klingen natürlich äußerst Staatsmännisch, leiden jedoch darunter, dass sie so verfasst wurden, wie sie schon Dutzend andere verfasst haben.

Wo ist zum Beispiel die Aussage zur Schuldenbremse, dass sie unweigerlich zu Kürzungen in der Jugendhilfe, Bildung und im Sozialbereich führen werden, was wiederum dazu führen wird dass insbesondere einkommensschwache Familien und hier dann wiederum die Kinder drunter leiden werden und somit die ganze Argumentation, man würde bei der Schuldenbremse an "die zukünftigen Generationen" denken vollkommener Humbug ist? Wo ist der Satz, dass bei einem flächendeckenden Mindestlohn insbesondere einkommensschwache Familien und alleinerziehende Eltern profitieren, dass sie sich keine Sorgen mehr darüber machen müssen, ob sie die Miete bezahlen, oder wie sie ihren Kindern eine warme Mahlzeit auf den Tisch stellen können. Mit einem Mindestlohn würde man der Kinderarmut entgegenwirken können, oder zumindest in die Lage versetzt das Problem richtig angehen zu können.

Nichts.... fehlt alles.

Daneben wirkt dann die PM zu verpflichtenden Erste-Hilfe-Kursen an Schulen, was man durchaus als Jugendthema aufbauen könnte, so normal, in der selben Wortwahl und im selben Tonfall verfasst, dass er irgendwie untergeht. Er könnte in genau dieser Form auch auf der Kreisverbandswebseite der SPD Wanne Eickel stehen und ist somit komplett unbedeutend - ungeachtet seiner tatsächlichen Relevanz.

Wenn man dann aber mal, zumindest vermeintliche, Jugendthemen identifiziert und behandeln möchte dann stellt sich ein stellvertretender Bundesvorsitzende hin und erzählt einem "Ich sehe darin keine Relevanz, warum wir das behandeln sollten und ich werde auch alle Anträge dazu ablehnen", was er sowohl im Vorgespräch zu im entstehen befindlichen Anträgen sagt, wie auch später nochmal prominent auf der eigentlichen BMV und versucht dann auch noch, dass diese Anträge nicht behandelt werden. Auch scheint man sich im Feld der Jugendpolitik nur unsicher zu bewegen. So wird etwa beim Thema Jugendmedienschutz-Staatsvertrag nicht nur die Relevanz verkannt, sondern auch der Zeitpunkt an dem man anfangen müsste zu handeln. Spätestes seit der Podiumsdiskussion der KJM im München am 22.2. IST das Thema relevant und aktuell.

(Das hier könnt ihr überspringen wenn ihr wollt, ist nur ein wenig Rage... )
Während zu diesem Zeitpunkt der neue Staatsvertrag in Rheinland-Pfalz verfasst wird schaut man auf der Bundesebene wie man das Thema sinnvoll begleiten soll - ohne sonderlich viel Resonanz dabei auszulösen. Ich mein hallo: Jugendschutz ist wohl DAS Kinder- und Jugendthema schlechthin. Zumal es beim JMStV noch um so viel mehr geht (Erziehung, Bildung, Schule, Internet, de facto Zensur, Bevormundung von Kindern- und Jugendlichen, Meinungsfreiheit, Kunstfreiheit, Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit etc. pp.). Wenn das also kein Thema für eine Jugendorganisation ist, dann weiß ich auch nicht mehr. Zumal, gerae die Jupis mit ihrer Nähe zu IT und Internet würden so ein Thema am glaubwürdigsten vertreten. Denn, dass die aktuellen anerkannten Jugendschutzprogramme scheiße sind, weiß man auch nicht erst seit Gestern (Zusatzlink 1, Zusatzlink 2). Und die ganzen Kampagnen des Familienministeriums, die nun drum herum laufen, wie etwa KinderServer, sind gerade etwas wo man ansetzen kann und anfangen sollte. KinderServer soll zudem die Webseite der Piratenpartei, der Jungen Piraten und auch der Grünen blocken, die der CDU aber etwa nicht - mein Gott, was für eine Steilvorlage - aber passiert ist nichts (bzgl. der Beschlusslage dürfte das Positionspapier zum Thema Jugendschutz eigentlich ausreichend sein, das Juri dereinst mal eingebracht hat und in Bochum zudem ins Grundsatzprogramm der Piraten gewandert ist).

Dabei traue ich gerade Paul zu, dass er genug politischen Weitblick besitzt, dass er erkennt das Thema zwar durchaus im Wahlkampf eingesetzt werden kann, es aber doch viel zu leicht im allgemeinen "Steinbrück vs. Merkel" untergeht (ist ja vermeintlich auch nur Landesthema). Er müsste somit auch zur Schlussfolgerung kommen, das man so ein Thema frühzeitiger angehen muss und sollte - eben und vor allem auch weil es ein Jugendthema ist. Hier gibts aber wohl Unterschiede in der Wahrnehmung. Während das was die Jupis zu diesem Thema machen und vor allem wie sie es angehen bei mir eher Fazialpalmierungen auslösen, habe ich inzwischen ein Team zusammengestellt, welches das Thema rechtzeitig angegangen ist, einen Antrag ausgearbeitet hat, einen Vortrag organisiert hat und nun eine Große Anfrage ausgearbeitet hat, die demnächst in Berliner Abgeordnetenhaus und zeitgleich bzw. zeitnahe wohl auch in den anderen Landtagen behandelt werden wird. Der Bund wird das ganze wird dann vom Bund noch mit einer PM unterstützt. In Neumarkt kann es zudem einen weiteren Antrag geben. Auch wenn die Medienresonanz zum Vortrag überschaubar ist, so fängt der Artikel von HH-Mittendrin mit dem Satz "Besser hätte das Timing nicht sein können" an, während ich bei den Jupis konstanteren muss, dass das Thema eigentlich komplett verschlafen wurde.

(... bis hier)
Wo war ich.... achja: Dieses ganze deutet für mich auf einen fundamentalen Verständnis- und Konzeptionsfehler in unserer Jugendorganisation hin. Und dies merken natürlich auch die Hamburger. Hier ist man weder mit der Struktur noch mit der Vorgehensweise des Buvos, bzw. der Bundesebene sonderlich zufrieden. Auch habe ich das Gefühl, dass sich nur die wenigsten bei dem was auf der BMV beschlossen wurde irgendwie Wiedererkannt hat (wenn doch bitte melden). Ich konnte und wollte unter den oben geschilderten Bedingungen nicht weiterarbeiten, weil sie für mich einfach viel zu demotivierend waren, weshalb ich unter anderem deshalb ja noch am letzten Tag der BMV ausgetreten bin. Andere sind deshalb auch ein wenig unmotiviert. Es wurde zwar richtig angemerkt, dass das Problem der Handlungslosigkeit schon länger besteht, nichtsdestotrotz muss ich auch feststellen, dass der Gender-Antrag, ohne ihn jetzt weiter kommentieren zu wollen, bei den Hamburgern nun auch nicht wirklich für Begeisterungstürme gesorgt hat. Er ist natürlich nicht hauptverantwortlich für den Zustand des Stammtisches, jedoch hat er in meinen Augen weiter zur... Entfernung zwischen den Hamburgern und der Bundesebene geführt und war somit für die Stimmung auch nicht förderlich. Dies wird m.E. mit der Zeit vergehen, es ist jedoch nicht hilfreich, wenn beide Parteien sich weiter mit diesem kontroversen Thema beschäftigen, da es eben nur für noch mehr schlechte Stimmung sorgen wird, weil beide Parteien in absehbarer Zeit von ihren Standpunkten wohl auch nicht abrücken werden.

Kommen wir nun also zur Hamburger Landesorganisation. Wie weiter oben schon beschrieben liegt eine große Differenz zwischen Anspruch und Wirklichkeit hier nicht vor. Allerdings haben wir hier in Hamburg eigene Probleme. Die Handlungslosigkeit (nicht Handlungsunfähigkeit) speist sich aus verschiedenen Quellen, maßgeblich aber aus der Motivation. Neben der oben ausführlich beschriebenen Diskrepanz mit der Bundesebene (womit womöglich nur ich mich identifizieren kann), gibt es auch die Befürchtung, dass sich die Jupis in eine zweite Grüne Jugend verwandeln könnte. Dabei wird es aber wohl nie so sein, dass die Jupis zu einer "Grünen Jugend 2.0" werden wird, da die Jupis niemals so glaubhaft wie die GJ sich im Bereich des Umweltschutzes bewegen können wird. Dies ist insofern relevant, als dass etwa deine Begeisterung, Blumenkind, für "Grün-Orange" von den Hamburgern meiner Erfahrung nach nur bedingt geteilt wird (unabhängig von den thematischen Überschneidungen, bei denen man zusammen arbeiten kann). So eine Entwicklung, ob sie nun real ist, oder nur als solche empfunden wird, ist auch nicht förderlich für die Motivation und führt womöglich zur weiteren Entfremdung mit der eigenen Organisation.

Jetzt kommt noch die allgemeine Lage der Piratenpartei hinzu: von 13% auf 2% abzustürzen ist nicht so cool wie es sich anhört. Streit im Bundesvorstand, die Lage in Hamburger Landesverband und die Häme in so manchen Medienbericht drückt die Stimmung weiter. Es ist vermeintlich kein Thema in Sicht bei dem man sich weiter Profilieren kann, oder bei dem man als Hamburger in Aktion treten könnte... Wahlrecht ab 16 ham wa nu auch schon. Dazu kommt hinzu, dass wir Winter haben. Nicht nur dass die fehlende Sonneneinstrahlung allgemein dazu führt, dass man nicht so tolle Laune hat, ist es zudem noch arschkalt, was dazu führt, dass Demos und Infostände zu dieser Jahreszeit sowieso rar gesät sind und wenn dann auch nicht sonderlich viel Spaß machen.

Dies führt mich nun direkt zum Hamburger Stammtisch. Bei vielen ist die Lust raus, eigentlich alle Landessprecher haben mir und anderen gegenüber bereits geäußert, dass sie nur noch ihre Amtszeit beenden wollen und sich dann von den Jupis zurückziehen wollen, allgemein nicht mehr soviel machen, oder gar komplett austreten wollen. Grund sind neben oben genannten vor allem, dass man den Sinn einer Jugendorganisation anzweifelt, oder schlicht keinen Bock mehr hat sich dort noch weiter zu engagieren. Man hat tlw. jahrelang versucht die Jupis zusammen zuhalten und auch produktiv zu arbeiten, ist letztendlich jedoch gescheitert. dies mag an den vielleicht zu unterschiedlichen Charakteren der Hamburger Jupis liegen, das mag an den Trollen liegen oder an oben genannten oder andern, mir noch unbekannten Gründen. Wenn man keine Lust mehr hat und sowieso schon an dem Punkt ist, wo man alles hinschmeißen möchte, dann ist auch die Beschäftigung mit Themen eher nebensächlich,

Dies führt mich wiederum zu den Trollen. Ja, wir haben welche, ja sie sind nervig. Ja, sie stören, und das nicht zu knapp. Der Punkt ist allerdings, dass nicht nur einzelne Personen die Trolle sind. Fakt ist, dass das Druckhalten einer 10 Minuten TO nicht nur ein einer, oder zwei Personen scheitert (zumindest als ich noch da war), sondern eigentlich an allen, sofern sich niemand mal den Hut aufgesetzt hat und die Versammlungsleitung macht. Das Internet hat einfach viel zu viele lustige Katzenbilder, und da jeder unbedingt seinen Laptop dabei und aufgeklappt haben muss entwickeln sich viel zu schnell allgemeine Gespräche und Gelächter, was das Besprechen von TO-Punkten nicht nur erschwert sondern eigentlich unmöglich macht, da es so unglaublich demotivierend ist ein eine laute Bande von Leuten hineinzusprechen, die mit ihrem Unfug beschäftigt sind und einem nicht mal eines Blickes würdigen.

Hierbei muss aber gesagt werden, dass sich dies in den letzten Sitzungen doch durchaus gebessert hat, nachdem etwa Momme die Versammlungs- und Gesprächsleitung übernommen hat. Dennoch ist in so einer Atmosphäre nicht daran zu denken Themen irgendwie anzubringen und wirkt auf viele wohl so abschreckend, dass sie nicht mehr wieder gekommen sind. Kreativität und Freiheit und "Spaß" sind ja durchaus lobens- und erstrebenswert, Chaos hingegen wirkt abschreckend.
Der Punkt bei den Trollen ist aber auch: sie nehmen nur soviel Platz ein, wie ihr ihnen zugesteht. Wenn ihr eine vernünftige TO habt, einen durchsetzungsfähigen Gesprächs- und Versammlungsleiter und zudem auch noch ein Thema was nicht zu kontrovers ist und dann auch durchaus mehrere Leute interessiert, dann klappt es eigentlich auch mit dem Stammtisch. Da in der Vergangenheit die drei Punkte nur unzureichend erfüllt waren habt ihr so selbst den Trollen den Raum überlassen, den sie jetzt, bzw. in der Vergangenheit eingenommen haben.

Was Diskussionen angeht, würde ich auch sagen, dass das bei den Jupis
eigentlich läuft. Es stimmt zwar, dass du bei einigen Themen nur
vielleicht 3 Leute hast, die sich hauptsächlich dazu äußern, während die
anderen womöglich nur hin und wieder ihre Meinung mit einbringen, aber
das ist nunmal so. Nicht jeder interessiert sich für alles und nicht
jeder hat zu allem eine Meinung und nicht jeder kann oder will sich zu
einem Thema äußern. Es ist natürlich ziel der Jupis und der Piraten
möglichst alle bei Diskussionen und Entscheidungen einzubeziehen, aber
eben auch nur all die, die auch wirklich wollen. Letztendlich kann man
niemanden dazu zwingen sich irgendwo zu beteiligen.
Am meisten hat
mich eher gestört, dass sich andere daran gestört haben, dass eben nicht
alle mitarebiten/mitdiskuteiren und deshalb die Diskussion quasi
mittendrin beendet und auf ein anderes Treffen verschoben haben. Das
empfand ich persönlich als viel kontraproduktiver.

Auf der zwischenmenschlichen Ebene allerdings passen die Hamburger wiederum eigentlich mehr oder minder ganz gut zusammen und auch der Umgang - mit den oben beschriebenen Ausnahmen - bewegt sich auch eigentlich noch in einem Rahmen, der für mich Ok ist. Man kann also nicht davon sprechen, dass man sich total zerstritten hätte und jeder den andern nur noch als Todfeind bezeichnet. Dies wiederum sind eigentlich gute Voraussetzungen um auch größere Projekte zusammen zu erarbeiten. Aus den Mails und den Tweets folgere ich jedoch, dass eine verbale Abrüstung durchaus nicht verkehrt wäre. Zudem mag "Lächeln und Winken" teilweise sinnvoller sein als seinen Rageaccount zu befüllen. In dem mehr oder minder großen Motivationsloch in dem sich einige befinden, muss man durch sowas nicht noch extra nachhelfen, damit es noch schlimmer wird.

Somit komme ich also zu den Punkten welche die Jupis jetzt machen könnten. Denn, trotz alle dem was oben genannt wurde hat die BMV doch die ein oder andere Perle hervorgebracht, die man nun auch politisch - und nicht zuletzt für den Wahlkampf - verwenden und ausnutzen kann.

* Wie bereits schon angesprochen: Stellt euch mit bei anderen an den Infostand um direkt Kinder- und Jugendliche, bzw. Eltern mit Kindern anzusprechen. Wenn ihr euch dabei nicht mit den Zielen der jeweiligen Bezirksverbände identifiziert, dann stellt euch trotzdem dazu und verweist auf die anderen wenn die Passanten Fragen zu einem speziellen Thema im Bezirk haben (was vollkommen Ok ist).
* Macht euren eigenen Infostand. Wir sind die mit der Partizipation und Bürgernähe. Es liegt vielleicht nicht jedem, es muss aber dennoch gemacht werden.
* Auf der BMV haben wir ein Positionspapier zur Jugendpartizipation beschlossen. Die Einreichsfrist für den jetzigen LPT ist zwar schon abgelaufen, allerdings würde ein vernünftiger Antrag auch ein wenig dauern. Schreckt hiervor aber nicht zurück und geht das Thema an, denn nur eine Jugendorganisation kann dieses Thema am glaubwürdigsten vertreten. Ein von mir angelegtes Pad mit einem groben Schlachtplan existiert zudem auch schon.

Hier bietet sich womöglich an in ~ 2, 3 Monaten eine LMV einzuberufen und ausgearbeitet Antrag unabhängig vom Hamburger Landesverband zu beschließen (vorerst). Anschließend kann man mit anderen Jugendorganisationen Kundgebungen, Diskussions- und Infoveranstaltungen anzubieten und so quasi eine Initiative zu Gründen die eine Jugendbeteiligung auf Bezirksebene einfordert (quasi Transparanzgesetz mäßig). Sowas zu organisieren ist keine Raketentechnik und ließe sich wunderbar mit den ersten beiden Punkten verbinden.
* Des Weiteren gibt es wie oben schon beschreiben den bald drohenden JMStV. Mehrere Hamburger Jupis waren ja beim Vortrag und nach Rauls Mail habt ihr anschließend wohl ja noch darüber diskutiert. Ihr könnt somit unabhängig von der Bundesebene das Thema bearbeiten und unter Mithilfe des Jugendschutzgrundsatzantrages und meines Antrages vom LPT eine entsprechende Position finden und diese dann auch öffentlich vertreten.

Hier bietet sich womöglich an mit anderen
Jugendorganisationen Kundgebungen, Diskussions- und Infoveranstaltungen
anzubieten und so "die Stimme der Jugend" in dieser Debatte einzunehmen, der es allgemein immer fehlt. Sowas zu organisieren ist keine Raketentechnik und ließe sich
wunderbar mit den ersten beiden Punkten verbinden.
* Ein weiteres interessantes und aktuelles Thema ist die Gleichstellung von Homosexuellen. Dies schließt vor allem auch das vollständige Adoptionsrecht mit ein, womit es um das "Kindeswohl" geht. Auch in dieser Debatte darf eine Jugendorganisation nicht fehlen.

Hier bietet sich womöglich an mit anderen
Jugendorganisationen Kundgebungen, Diskussions- und Infoveranstaltungen
anzubieten und so "die Stimme der Jugend" in dieser Debatte einzunehmen,
der es allgemein immer fehlt. Sowas zu organisieren ist keine
Raketentechnik und ließe sich
wunderbar mit den ersten beiden Punkten verbinden.
* Für Hamburg gilt zudem, dass nach dem Scheitern von Schwarz-Grün die Frage des Bildungssystems immer noch geführt wird. Auf der BMV wurde ein Antrag zur Bildungspolitik angenommen... ihr kennt den Rest, wobei man bei diesem Punkt nicht nur zusammenarbeiten kann (da wo es passt) sondern womöglich auch Alleinstellungsmerkmale herauszustellen, was auch nicht verkehrt sein kann.

Wenn ihr euch frühzeitig Pläne für solche Vorhaben aufstellt und gut zusammen arbeitet kann man solche Dinge auch wuppen. Die Themen sind einer Jugendorganisation in meinen Augen angemessen und würdig und es wäre ein Fehler wenn man sie den Anderen überlässt (insbesondere weil "die Anderen" idR. ältere Herren in grauen Anzügen sind). Wenn ihr das gut organisiert hält sich der Arbeitsaufwand für jeden einzelnen auch ziemlich in grenzen, wobei dies auch Projekte sind, wo eigentlich jeder von euch etwas beitragen kann. Es gibt sicherlich noch weitaus mehr Themen die man angehen könnte. Sie fallen einem in der Regel aber auch nicht einfach so in den Schoß, d.h. man muss dafür schon arbeiten.

Damit das aber funktioniert müsst ihr ein paar Dinge auf die Reihe bekommen und auch einsehen:

* Euer Donnerstagsstammtisch ist euer zentraler Organisationtreff. Nicht alles kann man auf Mailinglisten auslagern und Gespräche von Angesicht zu Angesicht haben doch irgendwo noch eine andere Qualität. Dieses Treffen ist somit essentiell wichtig und muss funktionieren. Spaß und eine entspannte Atmosphäre sind durchaus ok, dauerhaftes stören aber nicht. Deal with it.
* Ihr seid eine politische Jugendorganisation und macht Politik. Ihr seid zudem die Jugendorganisation der Piratenpartei. Die Piratenpartei will 2013 in den Bundestag. Es ist somit auch mit eure Aufgabe, dass dieses Ziel erreicht wird. Deal with it.
* Politik ist sicherlich interessant, kann sogar in gewissen Rahmen Spaß machen und auch zu Erfolgserlebnissen führen. In der Regel ist sie jedoch langweilig, anstrengend, nervig, und ziemlich unsexy. Deal with it.
* Wir haben ein Bundestagswahlkampf vor uns, der in Hamburg nach dem 9. März hier in Hamburg beginnt. Im Wahlkampf ist die Herstellung einer Arbeitsfähigkeit von enormer Wichtigkeit. Wenn das bedeutet, dass dann da nur 3-4 Leute sitzen, dann ist das nunmal so. Deal with it.
* Auch wenn noch nicht jeder von euch volljährig ist bewegt ihr euch (unabhängig von der thematischen Ausrichtung) mit der Organisationsform die ihr euch gegeben habt in der Welt der Erwachsenen. Somit werden, ob ihr es gerecht findet oder nicht, auch die Ansprüche von Erwachsenen an euch gestellt. Dies muss folgerichtig zur Professionalisierung von Strukturen führen. Professionalisierung und Spaß schließen sich dabei nicht unbedingt aus, Professionalisierung und Chaos allerdings schon. In diesem Zusammenhang wird es auch dazu kommen, dass dann nicht mehr jeder bei uns mitmachen will. Das kann man doof finden, aber man kann einfach nicht jeden festhalten. Deal with it.
* Landessprecher, ihr wurdet nicht nur gewählt um die Hamburger Jupis nach Außen hin zu vertreten, ihr habt auch die Aufgabe nach Innen hin innerhalb eines gewissen Rahmens ein Anführer zu sein. Auch wenn ihr das blöd findet, auch wenn ihr keine Lust mehr habt: es ist weiterhin euer Job. Deal with it.

Das sind meines Erachtens wichtige Punkte die in den nächsten Monaten von entscheidender Bedeutung sein werden und nunmal irgendwo auch zu einer politischen Jugendorganisation dazugehören. Und sie müssen auch von denen eingesehen werden, die zu dieser Jugendorganisation dazugehören und sie aktiv mitgestalten wollen. Wer fundamentale Probleme mit diesen Punkten hat, der muss - so Leid es mit tut - sich vielleicht überlegen, ob die Jungen Piraten, oder politische Jugendorganisationen überhaupt der richtige Platz für ihn sind.

tl;dr - Seht zu dass das Organisationstreffen läuft. Trolle bzw. euer eigenes destruktives Verhalten nimmt nur soviel Raum ein, wie ihr es zulasst. Meidet kontroverse und arbeitet lieber an Konsensthemen. Arbeitet an Themen! Konzentriert auch auf Themen, welche die Lebenswelt und Lebenswirklichkeit von Jugendlichen auch wirklich betreffen. Lasst euch nicht zu sehr von der Bundesebene trollen. Seht ein, dass man Dinge letztendlich nur mit denen tun kann, die auch wollen. Für Thementipps und weitere wichtige Regeln lest die beiden Listen weiter oben.

Das ist so ziemlich alles was ich zu dem ganzen Themenkomplex sagen kann. Ich kann verstehen wenn man keinen Bock mehr hat, das heißt aber nicht, dass ihr deshalb den Kopf in den Sand stecken solltet. Dafür sind die Jungen Piraten - auch hier in Hamburg - einfach zu wichtig. Wir brauchen halt einfach eine Jugendorganisation.

MfG
Sascha
Momme Da
2013-03-03 00:25:52 UTC
Permalink
Moin,


im Folgenden Antwort auf Sascha und meine Meinung zum Thema.

@Sascha Der Beschreibung der Lage innerhalb der Jungen Piraten stimme ich
im groben Ganzen zu. Zur Beziehung der Piratenpartei zu den Jungen Piraten
hab ich eine etwas andere Meinung^^




Zuletzt wurde etwa moniert, dass nach der BMV die Jupis genüsslich in ihrer
Post by Sascha Morlok
Ecke der LGS lagen, während Piraten dann mehr oder minder fleißig dabei
waren Plakate aufzustellen
Dass man sich für ein spezielles Thema interessiert, und sich in diesem
engagiert halte ich für sinnvoll und gut. Das man sich dafür Leute sucht
die diese Motivation teilen, um sich gemeinsam zu engagieren. Absolut
nachvollziehbar und gut. Das man sich beschwert das manche das nicht tuen.
Nicht gut.
Nur um das nochmal klar zu sagen: Die Jungen Piraten sind keine
Leiharbeiter, die, wenn sie gebraucht werden, antanzen dürfen.
Bei soetwas mitzuhelfen, das ist eine Entscheidung die jeder für sich
selbst treffen muss, und dürfen sollte. Kann ich es nachvollziehen, das
Jupis aus ganz Deutschland, aus anderen LV's, nach einer wirklich
anstrengenden BMV und vermutlich einer Nacht in der die wenigsten mehr als
ein paar Stunden geschlafen haben, nicht ganz so motiviert sind, bei -10
Grad für eine Sache zu arbeiten, die für sie unbekannt ist, mit der sie
nichts zu tun haben und die, neben Information, teils auch der
Selbstbeweihräucherung dient. Ja kann ich.

Wir haben es letztendlich ja auch irgendwie hinbekommen und abgebaut wurden
Post by Sascha Morlok
sie auch irgendwie. Schwamm drüber.
Schwamm drüber? Den Jupis wird hier eine Schuld zugewiesen, die meiner
Meinung nach absolut nicht verdient ist, zumal keiner der betroffenen Jupis
irgendeine Art der Verpflichtung dieser Aktion gegenüber eingegangen ist.
Da würd ich eher mal in die eigenen Reihen gucken und da den Schuldigen
suchen.


*
Letztendlich sind die Jungen Piraten nur ein notwendiges Anhängsel.
Leiharbeiter. Eine kleine, (nervende) Gruppe, die zu tolerieren ist, und ja
auch irgendwie ganz praktisch, diese Kinder in Zaum hält.

Denn:
*
Post by Sascha Morlok
*"Wir brauchen halt einfach eine Jugendorganisation."
*
* *
*Inhaltlich Arbeiten? Joa können sie gern unter sich machen. Ist ja auch
irgendwie süß und zu belächeln :) Wenn sie das dann aber auch nach außen
vertreten, und vorallem wenn sie damit auch noch unser schönes, orangenes
Bällebad (Metapher) kaputtmachen wollen, dann heißts: So Kiddies, ist ja
alles ganz nett, aber** jetzt lasst die Erwachsenen mal arbeiten.
*

Das nur als meine Wahrnehmung der (meist unterbewussten) Grundhaltung eines
Großteils der Piraten gegenüber den JuPis. (etwas radikalisiert)

--> D.h. wenn

von vielen Hamburger Piraten


gesagt wird, das sie mit der Arbeit der Jupis nicht zufrieden sind,
gleichzeitig die Unzulänglichkeiten der eigenen Partei heruntergespielt
werden (und jetzt kommt mir bitte nicht mit "ach das liegt nur an so ein,
zwei Personen (ausm BuVo)" oder "ich doch nicht, nur die anderen") dann
stellt das meiste davon ein Machtspielchen dar und ist für mich nicht von
Belang.


Zu den Gründen warum ich mich bei den JuPis engagiere kann ich nicht viel
hinzufügen:
*
- Ziele von Jungen Menschen herausarbeiten
- Jugendpolitische Ziele herausarbeiten
- Politische Bildung der Jugend ermöglichen
- soziale Gruppe darstellen
*


Wir sind aber keine kleine Piratenpartei


Doch. Laut unserem Leitbild sind wir ein eigenständiger Verein der seine
eigenen Standpunkte vertritt.
Ob das jetzt gut zu heißen ist, ist ein andere Sache und wie ich genauso
finde, fragwürdig. (bin auch dagegen, durch Positionspapiere das gesamte
thematische Spektrum abzudecken. Man sollte sich auf einen Beriech, im Fall
der Jungen Piraten, Kinder und Jugendpolitik konzentrieren. nicht mehr und
nicht weniger)
Aber so ist es im Moment. Und so wird es, vorraussichtlich, auch die
nächsten Jahre noch bleiben.


So, genau wie Sascha schreibt, *müssen wir anfangen thematisch zu arbeiten*.


Und damit erübrigt sich im Prinzip alles weitere.

Ja wir sind eine soziale Gruppe.
Ja Spass sollte auch noch dabei sein.
Aber, das alles bringt (zumindest für mich) nichts, wenn dahinter nicht ein
Ziel steht, auf das als Hauptaufgabe auch hingearbeitet wird.

Ich persönlich habe zu wenig Engagement gezeigt wirklich was zu machen. Zu
leicht mitreißen lassen, von Spielereien und Rum-Getrolle.
Das gilt für mich. Aber da sollte jeder, dem diese Jugendorganisation was
bedeutet, auch drüber nachdenken.

So was heißt das, bzw. was sollte (oder wird, von meiner und hoffentlich
weiteren Seiten) in Zukunft verändert werden:

-Themenstammtische
-->Diskussionen um Positionen zu erarbeiten



gibt es auch die Befürchtung, dass sich die Jupis in eine zweite Grüne
Post by Sascha Morlok
Jugend verwandeln könnte
Abgesehen von den Positionen, finde ich die Herangehensweise der GJ hier in
Hamburg eigentlich nicht schlecht. Expertenvorträge und anschließende
Diskussion. Orga u.ä. erst danach.


So, ich bin müde und generell sind Diskussionen per Mail ja sowieso
unproduktiv ;) deshalb geh ich mal nicht noch auf die Stimmung innerhalb
der Piratenpartei ein. Auch das Verhältnis zum Jupi-BuVo lass ich mal so
stehen.
Da ist meine aktuelle Position: Die machen ihr Ding, wir machen unsers.
Alles andere als perfekt, aber im Moment meiner Meinung nicht anders
machbar.

Zum Vorschlag von Sascha, als Thema Jugendpartizipation zu nehmen, hab ich
mal die Vorlage für einen geplanten, aber dann doch nicht eingereichten
Antrag von mir reinkopiert. http://piratenpad.de/p/Jugend_HH



Zum Schluss noch mal kurz ragen:
Der Jugendmedienschutzstaatsvertrag ist ein extrem komplexes Thema. Klar
brauchen wir eine Grundposition wie Jugendschutz in einer piratig regierten
Zukunft aussehen sollte. Das scheint mir auch noch machbar.
Allerdings sich als Laien damit zu beschäftigen, wie man den JMSTV in der
aktuellen Politik so abändern könnte, das er irgendwie zukunftsweisend ist,
sehe ich als unmöglich.
-->nur noch mal so zu "Anspruch und Wirklichkeit" ;)
Post by Sascha Morlok
* Euer Donnerstagsstammtisch ist euer zentraler Organisationtreff. Nicht
alles kann man auf Mailinglisten auslagern und Gespräche von Angesicht zu
Angesicht haben doch irgendwo noch eine andere Qualität. Dieses Treffen ist
somit essentiell wichtig und muss funktionieren. Spaß und eine entspannte
Atmosphäre sind durchaus ok, dauerhaftes stören aber nicht. Deal with it.
* Ihr seid eine politische Jugendorganisation und macht Politik. Ihr seid
zudem die Jugendorganisation der Piratenpartei. Die Piratenpartei will 2013
in den Bundestag. Es ist somit auch mit eure Aufgabe, dass dieses Ziel
erreicht wird. Deal with it.
* Politik ist sicherlich interessant, kann sogar in gewissen Rahmen Spaß
machen und auch zu Erfolgserlebnissen führen. In der Regel ist sie jedoch
langweilig, anstrengend, nervig, und ziemlich unsexy. Deal with it.
* Wir haben ein Bundestagswahlkampf vor uns, der in Hamburg nach dem 9.
März hier in Hamburg beginnt. Im Wahlkampf ist die Herstellung einer
Arbeitsfähigkeit von enormer Wichtigkeit. Wenn das bedeutet, dass dann da
nur 3-4 Leute sitzen, dann ist das nunmal so. Deal with it.
* Auch wenn noch nicht jeder von euch volljährig ist bewegt ihr euch
(unabhängig von der thematischen Ausrichtung) mit der Organisationsform die
ihr euch gegeben habt in der Welt der Erwachsenen. Somit werden, ob ihr es
gerecht findet oder nicht, auch die Ansprüche von Erwachsenen an euch
gestellt. Dies muss folgerichtig zur Professionalisierung von Strukturen
führen. Professionalisierung und Spaß schließen sich dabei nicht unbedingt
aus, Professionalisierung und Chaos allerdings schon. In diesem
Zusammenhang wird es auch dazu kommen, dass dann nicht mehr jeder bei uns
mitmachen will. Das kann man doof finden, aber man kann einfach nicht jeden
festhalten. Deal with it.
* Landessprecher, ihr wurdet nicht nur gewählt um die Hamburger Jupis nach
Außen hin zu vertreten, ihr habt auch die Aufgabe nach Innen hin innerhalb
eines gewissen Rahmens ein Anführer zu sein. Auch wenn ihr das blöd findet,
auch wenn ihr keine Lust mehr habt: es ist weiterhin euer Job. Deal with it.
schreib ich morgen ..äh. heute aber später noch was^^

Grüße,
Momme
Post by Sascha Morlok
Tach,
nachdem ich mir nun die vergangenen Mails durchgelesen und ein paar der
Tweets verfolgte habe - und zudem auch noch aufgefordert wurde - schreib
ich auch nochmal meinen Senf dazu. Wie schon richtig festgestellt wurde ist
die, ich nenne es jetzt mal Handlungslosigkeit, ein Problem das schon
länger besteht. Diese Handlungslosigkeit hat viele Ursachen von denen ich
hier nur einige Aufführen kann, die ich durch Gespräche mit anderen Jupis
herausgefunden habe, und natürlich die, die ich mir vom Handeln der Jupis
auf der Landes- wie Bundesebene abgeleitet habe. Ich erhebe bei der
folgenden Analyse natürlich kein Anspruch auf Vollständig- wie auch
Richtigkeit. *Wer das nicht alles lesen möchte, ich habe unten ein tl;dr
angefügt.*
Schon länger "leiden" die (Hamburger) Jupis hier in HH unter dem Vorurteil
eine reine Spaßveranstaltung zu sein. Dies wird nicht nur von einigen Jupis
so behauptet bzw. wahrgenommen, sondern auch von vielen Hamburger Piraten.
Zuletzt wurde etwa moniert, dass nach der BMV die Jupis genüsslich in ihrer
Ecke der LGS lagen, während Piraten dann mehr oder minder fleißig dabei
waren Plakate aufzustellen und nicht einmal (zumindest für die nicht
wahrnehmbar) gefragt wurde, ob man dann vielleicht helfen könne. Ja, ich
kann verstehen, wenn man nach einer BMV ziemlich geschafft ist (auch ich
hätte keine große Lust etwa nach dem letzten BPT noch Plakate aufzuhängen).
Auch ist es richtig, dass wir etwa nur ein e Bohrmaschine hatten und somit
nicht jeder mithelfen konnte die kaputten Plakate zu reparieren.
Wir haben es letztendlich ja auch irgendwie hinbekommen und abgebaut
wurden sie auch irgendwie. Schwamm drüber. Dennoch höre ich solche
Beschwerden, abwertenden Bemerkungen immer öfter. Nicht alle Stimmen oder
sind zu Recht ausgesprochen worden. Man kann sowas alle natürlich gerne als
"Einzelfälle" abtun, wenn man aber mal dahinter Blickt offenbart sich eine
viel allgemeinere Frage:* *Wofür brauchen wir eine Jugendorganisation?
(Disclaimer: Wenn ihr gleich losraged haltet euch bitte nicht zu sehr mit
dem ersten Teil hier auf. Er dient weniger als Kritik an euch, denn als
Einleitung und zur Aufstellung meiner im letzten Satz formulierten
Hauptthese. Danke)
Im Gegensatz zu anderen war mir das eigentlich recht früh klar, weshalb
ich auch bereit war den Jupis beizutreten. In meinen Augen ist das Ziel und
die aufgabe einer jugendorganisation u.a. Bündelung von jungen Personen und
deren Interessen um sie gegenüber dem jeweiligen Landesverband bzw. der
Bundespartei zu artikulieren, Einsatz und Formunlierung Kinder- und
jugendpolitischer Ziele, sowie deren Rechte (und mglw. Pflichten), die dann
in die Landes- bzw. Bundespartei hinengetragen bzw. von diesen Übernommen
werden, Einbringung einer kinderlichen bzw. jugendlichen Perspektive in den
gesellschaftlichen Diskurs und letztendlich Visionen bezüglich der
Fragestellung: In was für einer Welt will ich in 20, 30 oder 50 Jahren
leben. Zusätlich dazu gehört auch noch die Bildung, Ausbildung und
Herausbildung des zukünftigen politischen Personals der Mutterpartei, das
sich durch die oben beschreibenenen Punkte idR. von selbst erledigt.
In Gesprächen, ob nun gemeinsam oder auch Einzeln, habe ich zumindest bei
vielen dieser Punkte durchaus eine Schnittmenge bei den Hamburgern und
diesen Zielen festgestellt. Leider herrscht jedoch eine ziemlich große
Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Diese findet sich allerdings
weniger auf der Landes- sondern vielmehr auf der Bundesebene. Einge hatten
ja geglaubt, dass die vergangene BMV neue Energie freisetzen würde, die man
dann produktiv in den kommenden Jupi-Sitzungen verwenden könnte.
Entsprechende Unternehmungen wurden ja auch angedacht (etwa Themenabende).
Allerdings scheint der Plan wohl nicht so wirklich aufgegangen zu sein. Was
ich so mitbekommen habe, hat die BMV doch nicht so viel Energie freigesetzt
wie erhofft.
Bei anderen Terminen wo wir als Jupis uns mit uns selbst beschäftigt
haben, habe ich (wie schon gesagt) festgestellt, dass die Vorstellung der
Hamburger auch um die oben definierten Ziele, oder zumindest einzelne
davon, kreisen. Bei Rückschau auf etwa die Anträge der BMV findet man davon
allerdings kaum etwas wieder. Mal ehrlich kann mir einer von euch dezidiert
irgendwelche Anträge nennen, die etwas mit Kinder und Jugendlichen zu tun
hatten? Wenn man mal so Sachen wie Jura in der schule weg lässt, dann
bleibt da nur noch der Bildungsantrag, Jugendpartizipation (der dann auch
noch nicht behandelt werden sollte.... was ein Unfug) und der Antrag zur
Beschneidung. Man kann noch den Antrag zum Adoptionsrecht für Homosexuelle
hinzuzählen, allerdings hat die Piratenpartei bereits ein sehr
umfangreiches Queer- und Familienprogramm, das zudem auch mit zu dem
progressivsten ist und auch durchaus weitgehender ist, als etwa das was die
Grünen fordern.
Und das ist letztendlich das Problem, er ist irgendwo ein "Me-too"-Antrag,
wie viele andere auch, sei es nun Wirtschaft, Asylpolitik, Trennung von
Staat und Kirche, whatever. Sie sind entweder reine Me-Too-Anträge, oder
wirken im Zusammenhang mit den (Kern-)Aufgaben einer Jugendorganisation
vollkommen deplatziert. Was wir letztendlich auf der BMV hier in Hamburg
gemacht haben ist die Piratenpartei im kleinen nachgespielt. Wir sind aber
keine kleine Piratenpartei, wir treten nicht zu Wahlen an und wir werden
auch keine Regierungsverantwortung übernehmen. Sicher, einige der Anträge
könnte man unter dem Zukunftsaspekt sehen und sind somit durchaus zu
legitimieren. Es wurde jedoch bei all diesen Anträgen komplett versäumt
inwieweit die Lebenswelt und vor allem die Lebenswirklichkeit von Kindern
und Jugendlichen hierbei betroffen ist.
Wozu muss etwa eine Jugendorganisation ein Wirtschaftsprogramm
beschließen? Vielleicht muss man sich ja irgendwann als Jugendorganisation
auf sowas einigen, keine Ahnung, sofern dies in entschiedenen Punkten vom
dem Wirtschaftsprogramm abweicht, dass wir uns in Bochum gegeben haben bin
ich eher der Meinung, dass man es auch hätte sein lassen können. Die
Piratenpartei HAT bereits umfangreiche Beschlüsse zu Harz IV, die
Piratenpartei IST bereits für einen Mindestlohn und die Piratenpartei WILL
ein Recht auf Sichere Existenz und gesellschaftliche Teilhabe. Wozu
brauchen wir also ein Wirtschaftsprogramm, da sich die Position der
Mutterpartei ziemlich problemlos übernehmen ließe? (Für "gleicher Lohn für
gleiche Arbeit" bräuchte man den Antrag nicht, das ließe sich auch komplett
aus den Ursprungsbeschlüssen ableiten, die sind nämlich Personengruppen
unabhängig).
Ähnliches gilt für eine Position zum Urheberrecht. Ich weiß ja nicht,
schließlich war dies meine erste BMV und es kann somit sein, dass die Jupis
bereits auf einen breiten Fundus von Positionspapieren zu Kinder- und
Jugendpolitik zurückgreifen. Wenn ich aber so schaue, was nun an PMs bzw.
Meldungen auf der Webseite der Jupis gelandet ist, so scheint man die BMV
wohl eher dafür benutzt zu haben, damit man "auch mal was" zu den "großen
Themen" sagen darf. Mitteilung zur Schuldenbremse oder zum Mindestlohn? Die
dort zu findenden Zitate klingen natürlich äußerst Staatsmännisch, leiden
jedoch darunter, dass sie so verfasst wurden, wie sie schon Dutzend andere
verfasst haben.
Wo ist zum Beispiel die Aussage zur Schuldenbremse, dass sie unweigerlich
zu Kürzungen in der Jugendhilfe, Bildung und im Sozialbereich führen
werden, was wiederum dazu führen wird dass insbesondere einkommensschwache
Familien und hier dann wiederum die Kinder drunter leiden werden und somit
die ganze Argumentation, man würde bei der Schuldenbremse an "die
zukünftigen Generationen" denken vollkommener Humbug ist? Wo ist der Satz,
dass bei einem flächendeckenden Mindestlohn insbesondere einkommensschwache
Familien und alleinerziehende Eltern profitieren, dass sie sich keine
Sorgen mehr darüber machen müssen, ob sie die Miete bezahlen, oder wie sie
ihren Kindern eine warme Mahlzeit auf den Tisch stellen können. Mit einem
Mindestlohn würde man der Kinderarmut entgegenwirken können, oder zumindest
in die Lage versetzt das Problem richtig angehen zu können.
Nichts.... fehlt alles.
Daneben wirkt dann die PM zu verpflichtenden Erste-Hilfe-Kursen an
Schulen, was man durchaus als Jugendthema aufbauen könnte, so normal, in
der selben Wortwahl und im selben Tonfall verfasst, dass er irgendwie
untergeht. Er könnte in genau dieser Form auch auf der
Kreisverbandswebseite der SPD Wanne Eickel stehen und ist somit komplett
unbedeutend - ungeachtet seiner tatsächlichen Relevanz.
Wenn man dann aber mal, zumindest vermeintliche, Jugendthemen
identifiziert und behandeln möchte dann stellt sich ein stellvertretender
Bundesvorsitzende hin und erzählt einem "Ich sehe darin keine Relevanz,
warum wir das behandeln sollten und ich werde auch alle Anträge dazu
ablehnen", was er sowohl im Vorgespräch zu im entstehen befindlichen
Anträgen sagt, wie auch später nochmal prominent auf der eigentlichen BMV
und versucht dann auch noch, dass diese Anträge nicht behandelt werden.
Auch scheint man sich im Feld der Jugendpolitik nur unsicher zu bewegen. So
wird etwa beim Thema Jugendmedienschutz-Staatsvertrag nicht nur die
Relevanz verkannt, sondern auch der Zeitpunkt<https://twitter.com/Purple_p1rate/status/305335984952836097>an dem man anfangen müsste zu handeln. Spätestes seit der Podiumsdiskussion
der KJM im München am 22.2. IST das Thema relevant und aktuell.
(Das hier könnt ihr überspringen wenn ihr wollt, ist nur ein wenig Rage... )
Während zu diesem Zeitpunkt der neue Staatsvertrag in Rheinland-Pfalz
verfasst wird schaut man auf der Bundesebene wie man das Thema sinnvoll
begleiten soll - ohne sonderlich viel Resonanz dabei auszulösen<https://forum.junge-piraten.de/viewthread.php?boardid=2&threadid=PENBTUxiTUY5WnRaRCs5TDExVG94cHM4UT1uTDZDNHRLQ01IRitPbUNfcENWNjA4T25WQUBtYWlsLmdtYWlsLmNvbT4%3D>.
Ich mein hallo: Jugendschutz ist wohl DAS Kinder- und Jugendthema
schlechthin. Zumal es beim JMStV noch um so viel mehr geht (Erziehung,
Bildung, Schule, Internet, de facto Zensur, Bevormundung von Kindern- und
Jugendlichen, Meinungsfreiheit, Kunstfreiheit, Recht auf freie Entfaltung
der Persönlichkeit etc. pp.). Wenn das also kein Thema für eine
Jugendorganisation ist, dann weiß ich auch nicht mehr. Zumal, gerae die
Jupis mit ihrer Nähe zu IT und Internet würden so ein Thema am
glaubwürdigsten vertreten. Denn, dass die aktuellen anerkannten
Jugendschutzprogramme<http://spielkultur.ea.de/kategorien/jugendschutz/kjm-erkennt-erstmals-zwei-jugendschutzprogramme-an>scheiße sind, weiß man auch nicht erst seit
Gestern<http://www.pop64.de/unentschieden/neues-vom-jmstv-und-jugenschutz-im-internet/>(Zusatzlink
1 <https://netzpolitik.org/2012/zapp-filtersoftware-fur-jugendschutz/>, Zusatzlink
2 <http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/media/bleich101.html>). Und
die ganzen Kampagnen des Familienministeriums, die nun drum herum laufen,
wie etwa KinderServer<http://torbenfriedrich.de/2013/02/28/kinderserver-leicht-umgehen/>,
sind gerade etwas wo man ansetzen kann und anfangen sollte. KinderServer
soll zudem die Webseite der Piratenpartei, der Jungen Piraten und auch
der Grünen blocken <http://chriszim.com/2013/kinderserver-ohne-piraten>,
die der CDU aber etwa nicht - mein Gott, was für eine Steilvorlage - aber
passiert ist nichts (bzgl. der Beschlusslage dürfte das Positionspapier zum
Thema Jugendschutz eigentlich ausreichend sein, das Juri dereinst mal
eingebracht hat und in Bochum zudem ins Grundsatzprogramm der Piraten
gewandert ist).
Dabei traue ich gerade Paul zu, dass er genug politischen Weitblick
besitzt, dass er erkennt das Thema zwar durchaus im Wahlkampf eingesetzt
werden kann, es aber doch viel zu leicht im allgemeinen "Steinbrück vs.
Merkel" untergeht (ist ja vermeintlich auch nur Landesthema). Er müsste
somit auch zur Schlussfolgerung kommen, das man so ein Thema frühzeitiger
angehen muss und sollte - eben und vor allem auch weil es ein Jugendthema
ist. Hier gibts aber wohl Unterschiede in der Wahrnehmung. Während das was
die Jupis zu diesem Thema machen und vor allem wie sie es angehen bei mir
eher Fazialpalmierungen auslösen, habe ich inzwischen ein Team
zusammengestellt, welches das Thema rechtzeitig angegangen ist, einen
Antrag ausgearbeitet hat, einen Vortrag organisiert hat und nun eine Große
Anfrage ausgearbeitet hat, die demnächst in Berliner Abgeordnetenhaus und
zeitgleich bzw. zeitnahe wohl auch in den anderen Landtagen behandelt
werden wird. Der Bund wird das ganze wird dann vom Bund noch mit einer PM
unterstützt. In Neumarkt kann es zudem einen weiteren Antrag geben. Auch
wenn die Medienresonanz zum Vortrag überschaubar ist, so fängt der Artikel
von HH-Mittendrin<http://hh-mittendrin.de/2013/02/filter-an-gehirn-aus-jugendschutzdebatte-bei-den-piraten/>mit dem Satz "Besser hätte das Timing nicht sein können" an, während ich
bei den Jupis konstanteren muss, dass das Thema eigentlich komplett
verschlafen wurde.
(... bis hier)
Wo war ich.... achja: Dieses ganze deutet für mich auf einen fundamentalen
Verständnis- und Konzeptionsfehler in unserer Jugendorganisation hin. Und
dies merken natürlich auch die Hamburger. Hier ist man weder mit der
Struktur noch mit der Vorgehensweise des Buvos, bzw. der Bundesebene
sonderlich zufrieden. Auch habe ich das Gefühl, dass sich nur die wenigsten
bei dem was auf der BMV beschlossen wurde irgendwie Wiedererkannt hat (wenn
doch bitte melden). Ich konnte und wollte unter den oben geschilderten
Bedingungen nicht weiterarbeiten, weil sie für mich einfach viel zu
demotivierend waren, weshalb ich unter anderem deshalb ja noch am letzten
Tag der BMV ausgetreten bin. Andere sind deshalb auch ein wenig
unmotiviert. Es wurde zwar richtig angemerkt, dass das Problem der
Handlungslosigkeit schon länger besteht, nichtsdestotrotz muss ich auch
feststellen, dass der Gender-Antrag, ohne ihn jetzt weiter kommentieren zu
wollen, bei den Hamburgern nun auch nicht wirklich für Begeisterungstürme
gesorgt hat. Er ist natürlich nicht hauptverantwortlich für den Zustand des
Stammtisches, jedoch hat er in meinen Augen weiter zur... Entfernung
zwischen den Hamburgern und der Bundesebene geführt und war somit für die
Stimmung auch nicht förderlich. Dies wird m.E. mit der Zeit vergehen, es
ist jedoch nicht hilfreich, wenn beide Parteien sich weiter mit diesem
kontroversen Thema beschäftigen, da es eben nur für noch mehr schlechte
Stimmung sorgen wird, weil beide Parteien in absehbarer Zeit von ihren
Standpunkten wohl auch nicht abrücken werden.
Kommen wir nun also zur Hamburger Landesorganisation. Wie weiter oben
schon beschrieben liegt eine große Differenz zwischen Anspruch und
Wirklichkeit hier nicht vor. Allerdings haben wir hier in Hamburg eigene
Probleme. Die Handlungslosigkeit (nicht Handlungsunfähigkeit) speist sich
aus verschiedenen Quellen, maßgeblich aber aus der Motivation. Neben der
oben ausführlich beschriebenen Diskrepanz mit der Bundesebene (womit
womöglich nur ich mich identifizieren kann), gibt es auch die Befürchtung,
dass sich die Jupis in eine zweite Grüne Jugend verwandeln könnte. Dabei
wird es aber wohl nie so sein, dass die Jupis zu einer "Grünen Jugend 2.0"
werden wird, da die Jupis niemals so glaubhaft wie die GJ sich im Bereich
des Umweltschutzes bewegen können wird. Dies ist insofern relevant, als
dass etwa deine Begeisterung, Blumenkind, für "Grün-Orange" von den
Hamburgern meiner Erfahrung nach nur bedingt geteilt wird (unabhängig von
den thematischen Überschneidungen, bei denen man zusammen arbeiten kann).
So eine Entwicklung, ob sie nun real ist, oder nur als solche empfunden
wird, ist auch nicht förderlich für die Motivation und führt womöglich zur
weiteren Entfremdung mit der eigenen Organisation.
Jetzt kommt noch die allgemeine Lage der Piratenpartei hinzu: von 13% auf
2% abzustürzen ist nicht so cool wie es sich anhört. Streit im
Bundesvorstand, die Lage in Hamburger Landesverband und die Häme in so
manchen Medienbericht drückt die Stimmung weiter. Es ist vermeintlich kein
Thema in Sicht bei dem man sich weiter Profilieren kann, oder bei dem man
als Hamburger in Aktion treten könnte... Wahlrecht ab 16 ham wa nu auch
schon. Dazu kommt hinzu, dass wir Winter haben. Nicht nur dass die fehlende
Sonneneinstrahlung allgemein dazu führt, dass man nicht so tolle Laune hat,
ist es zudem noch arschkalt, was dazu führt, dass Demos und Infostände zu
dieser Jahreszeit sowieso rar gesät sind und wenn dann auch nicht
sonderlich viel Spaß machen.
Dies führt mich nun direkt zum Hamburger Stammtisch. Bei vielen ist die
Lust raus, eigentlich alle Landessprecher haben mir und anderen gegenüber
bereits geäußert, dass sie nur noch ihre Amtszeit beenden wollen und sich
dann von den Jupis zurückziehen wollen, allgemein nicht mehr soviel machen,
oder gar komplett austreten wollen. Grund sind neben oben genannten vor
allem, dass man den Sinn einer Jugendorganisation anzweifelt, oder schlicht
keinen Bock mehr hat sich dort noch weiter zu engagieren. Man hat tlw.
jahrelang versucht die Jupis zusammen zuhalten und auch produktiv zu
arbeiten, ist letztendlich jedoch gescheitert. dies mag an den vielleicht
zu unterschiedlichen Charakteren der Hamburger Jupis liegen, das mag an den
Trollen liegen oder an oben genannten oder andern, mir noch unbekannten
Gründen. Wenn man keine Lust mehr hat und sowieso schon an dem Punkt ist,
wo man alles hinschmeißen möchte, dann ist auch die Beschäftigung mit
Themen eher nebensächlich,
Dies führt mich wiederum zu den Trollen. Ja, wir haben welche, ja sie sind
nervig. Ja, sie stören, und das nicht zu knapp. Der Punkt ist allerdings,
dass nicht nur einzelne Personen die Trolle sind. Fakt ist, dass das
Druckhalten einer 10 Minuten TO nicht nur ein einer, oder zwei Personen
scheitert (zumindest als ich noch da war), sondern eigentlich an allen,
sofern sich niemand mal den Hut aufgesetzt hat und die Versammlungsleitung
macht. Das Internet hat einfach viel zu viele lustige Katzenbilder, und da
jeder unbedingt seinen Laptop dabei und aufgeklappt haben muss entwickeln
sich viel zu schnell allgemeine Gespräche und Gelächter, was das Besprechen
von TO-Punkten nicht nur erschwert sondern eigentlich unmöglich macht, da
es so unglaublich demotivierend ist ein eine laute Bande von Leuten
hineinzusprechen, die mit ihrem Unfug beschäftigt sind und einem nicht mal
eines Blickes würdigen.
Hierbei muss aber gesagt werden, dass sich dies in den letzten Sitzungen
doch durchaus gebessert hat, nachdem etwa Momme die Versammlungs- und
Gesprächsleitung übernommen hat. Dennoch ist in so einer Atmosphäre nicht
daran zu denken Themen irgendwie anzubringen und wirkt auf viele wohl so
abschreckend, dass sie nicht mehr wieder gekommen sind. Kreativität und
Freiheit und "Spaß" sind ja durchaus lobens- und erstrebenswert, Chaos
hingegen wirkt abschreckend.
Der Punkt bei den Trollen ist aber auch: sie nehmen nur soviel Platz ein,
wie ihr ihnen zugesteht. Wenn ihr eine vernünftige TO habt, einen
durchsetzungsfähigen Gesprächs- und Versammlungsleiter und zudem auch noch
ein Thema was nicht zu kontrovers ist und dann auch durchaus mehrere Leute
interessiert, dann klappt es eigentlich auch mit dem Stammtisch. Da in der
Vergangenheit die drei Punkte nur unzureichend erfüllt waren habt ihr so
selbst den Trollen den Raum überlassen, den sie jetzt, bzw. in der
Vergangenheit eingenommen haben.
Was Diskussionen angeht, würde ich auch sagen, dass das bei den Jupis
eigentlich läuft. Es stimmt zwar, dass du bei einigen Themen nur vielleicht
3 Leute hast, die sich hauptsächlich dazu äußern, während die anderen
womöglich nur hin und wieder ihre Meinung mit einbringen, aber das ist
nunmal so. Nicht jeder interessiert sich für alles und nicht jeder hat zu
allem eine Meinung und nicht jeder kann oder will sich zu einem Thema
äußern. Es ist natürlich ziel der Jupis und der Piraten möglichst alle bei
Diskussionen und Entscheidungen einzubeziehen, aber eben auch nur all die,
die auch wirklich wollen. Letztendlich kann man niemanden dazu zwingen sich
irgendwo zu beteiligen.
Am meisten hat mich eher gestört, dass sich andere daran gestört haben,
dass eben nicht alle mitarebiten/mitdiskuteiren und deshalb die Diskussion
quasi mittendrin beendet und auf ein anderes Treffen verschoben haben. Das
empfand ich persönlich als viel kontraproduktiver.
Auf der zwischenmenschlichen Ebene allerdings passen die Hamburger
wiederum eigentlich mehr oder minder ganz gut zusammen und auch der Umgang
- mit den oben beschriebenen Ausnahmen - bewegt sich auch eigentlich noch
in einem Rahmen, der für mich Ok ist. Man kann also nicht davon sprechen,
dass man sich total zerstritten hätte und jeder den andern nur noch als
Todfeind bezeichnet. Dies wiederum sind eigentlich gute Voraussetzungen um
auch größere Projekte zusammen zu erarbeiten. Aus den Mails und den Tweets
folgere ich jedoch, dass eine verbale Abrüstung durchaus nicht verkehrt
wäre. Zudem mag "Lächeln und Winken" teilweise sinnvoller sein als seinen
Rageaccount zu befüllen. In dem mehr oder minder großen Motivationsloch in
dem sich einige befinden, muss man durch sowas nicht noch extra nachhelfen,
damit es noch schlimmer wird.
Somit komme ich also zu den Punkten welche die Jupis jetzt machen könnten.
Denn, trotz alle dem was oben genannt wurde hat die BMV doch die ein oder
andere Perle hervorgebracht, die man nun auch politisch - und nicht zuletzt
für den Wahlkampf - verwenden und ausnutzen kann.
* Wie bereits schon angesprochen: Stellt euch mit bei anderen an den
Infostand um direkt Kinder- und Jugendliche, bzw. Eltern mit Kindern
anzusprechen. Wenn ihr euch dabei nicht mit den Zielen der jeweiligen
Bezirksverbände identifiziert, dann stellt euch trotzdem dazu und verweist
auf die anderen wenn die Passanten Fragen zu einem speziellen Thema im
Bezirk haben (was vollkommen Ok ist).
* Macht euren eigenen Infostand. Wir sind die mit der Partizipation und
Bürgernähe. Es liegt vielleicht nicht jedem, es muss aber dennoch gemacht
werden.
* Auf der BMV haben wir ein Positionspapier zur Jugendpartizipation
beschlossen. Die Einreichsfrist für den jetzigen LPT ist zwar schon
abgelaufen, allerdings würde ein vernünftiger Antrag auch ein wenig dauern.
Schreckt hiervor aber nicht zurück und geht das Thema an, denn nur eine
Jugendorganisation kann dieses Thema am glaubwürdigsten vertreten. Ein von
mir angelegtes Pad mit einem groben Schlachtplan existiert zudem auch
schon <http://piratenpad.de/p/Jugend_HH>.
Hier bietet sich womöglich an in ~ 2, 3 Monaten eine LMV einzuberufen und
ausgearbeitet Antrag unabhängig vom Hamburger Landesverband zu beschließen
(vorerst). Anschließend kann man mit anderen Jugendorganisationen
Kundgebungen, Diskussions- und Infoveranstaltungen anzubieten und so quasi
eine Initiative zu Gründen die eine Jugendbeteiligung auf Bezirksebene
einfordert (quasi Transparanzgesetz mäßig). Sowas zu organisieren ist keine
Raketentechnik und ließe sich wunderbar mit den ersten beiden Punkten
verbinden.
* Des Weiteren gibt es wie oben schon beschreiben den bald drohenden
JMStV. Mehrere Hamburger Jupis waren ja beim Vortrag und nach Rauls Mail
habt ihr anschließend wohl ja noch darüber diskutiert. Ihr könnt somit
unabhängig von der Bundesebene das Thema bearbeiten und unter Mithilfe des
Jugendschutzgrundsatzantrages und meines Antrages vom LPT eine
entsprechende Position finden und diese dann auch öffentlich vertreten.
Hier bietet sich womöglich an mit anderen Jugendorganisationen
Kundgebungen, Diskussions- und Infoveranstaltungen anzubieten und so "die
Stimme der Jugend" in dieser Debatte einzunehmen, der es allgemein immer
fehlt. Sowas zu organisieren ist keine Raketentechnik und ließe sich
wunderbar mit den ersten beiden Punkten verbinden.
* Ein weiteres interessantes und aktuelles Thema ist die Gleichstellung
von Homosexuellen. Dies schließt vor allem auch das vollständige
Adoptionsrecht mit ein, womit es um das "Kindeswohl" geht. Auch in dieser
Debatte darf eine Jugendorganisation nicht fehlen.
Hier bietet sich womöglich an mit anderen Jugendorganisationen
Kundgebungen, Diskussions- und Infoveranstaltungen anzubieten und so "die
Stimme der Jugend" in dieser Debatte einzunehmen, der es allgemein immer
fehlt. Sowas zu organisieren ist keine Raketentechnik und ließe sich
wunderbar mit den ersten beiden Punkten verbinden.
* Für Hamburg gilt zudem, dass nach dem Scheitern von Schwarz-Grün die
Frage des Bildungssystems immer noch geführt wird. Auf der BMV wurde ein
Antrag zur Bildungspolitik angenommen... ihr kennt den Rest, wobei man bei
diesem Punkt nicht nur zusammenarbeiten kann (da wo es passt) sondern
womöglich auch Alleinstellungsmerkmale herauszustellen, was auch nicht
verkehrt sein kann.
Wenn ihr euch frühzeitig Pläne für solche Vorhaben aufstellt und gut
zusammen arbeitet kann man solche Dinge auch wuppen. Die Themen sind einer
Jugendorganisation in meinen Augen angemessen und würdig und es wäre ein
Fehler wenn man sie den Anderen überlässt (insbesondere weil "die Anderen"
idR. ältere Herren in grauen Anzügen sind). Wenn ihr das gut organisiert
hält sich der Arbeitsaufwand für jeden einzelnen auch ziemlich in grenzen,
wobei dies auch Projekte sind, wo eigentlich jeder von euch etwas beitragen
kann. Es gibt sicherlich noch weitaus mehr Themen die man angehen könnte.
Sie fallen einem in der Regel aber auch nicht einfach so in den Schoß, d.h.
man muss dafür schon arbeiten.
Damit das aber funktioniert müsst ihr ein paar Dinge auf die Reihe
* Euer Donnerstagsstammtisch ist euer zentraler Organisationtreff. Nicht
alles kann man auf Mailinglisten auslagern und Gespräche von Angesicht zu
Angesicht haben doch irgendwo noch eine andere Qualität. Dieses Treffen ist
somit essentiell wichtig und muss funktionieren. Spaß und eine entspannte
Atmosphäre sind durchaus ok, dauerhaftes stören aber nicht. Deal with it.
* Ihr seid eine politische Jugendorganisation und macht Politik. Ihr seid
zudem die Jugendorganisation der Piratenpartei. Die Piratenpartei will 2013
in den Bundestag. Es ist somit auch mit eure Aufgabe, dass dieses Ziel
erreicht wird. Deal with it.
* Politik ist sicherlich interessant, kann sogar in gewissen Rahmen Spaß
machen und auch zu Erfolgserlebnissen führen. In der Regel ist sie jedoch
langweilig, anstrengend, nervig, und ziemlich unsexy. Deal with it.
* Wir haben ein Bundestagswahlkampf vor uns, der in Hamburg nach dem 9.
März hier in Hamburg beginnt. Im Wahlkampf ist die Herstellung einer
Arbeitsfähigkeit von enormer Wichtigkeit. Wenn das bedeutet, dass dann da
nur 3-4 Leute sitzen, dann ist das nunmal so. Deal with it.
* Auch wenn noch nicht jeder von euch volljährig ist bewegt ihr euch
(unabhängig von der thematischen Ausrichtung) mit der Organisationsform die
ihr euch gegeben habt in der Welt der Erwachsenen. Somit werden, ob ihr es
gerecht findet oder nicht, auch die Ansprüche von Erwachsenen an euch
gestellt. Dies muss folgerichtig zur Professionalisierung von Strukturen
führen. Professionalisierung und Spaß schließen sich dabei nicht unbedingt
aus, Professionalisierung und Chaos allerdings schon. In diesem
Zusammenhang wird es auch dazu kommen, dass dann nicht mehr jeder bei uns
mitmachen will. Das kann man doof finden, aber man kann einfach nicht jeden
festhalten. Deal with it.
* Landessprecher, ihr wurdet nicht nur gewählt um die Hamburger Jupis nach
Außen hin zu vertreten, ihr habt auch die Aufgabe nach Innen hin innerhalb
eines gewissen Rahmens ein Anführer zu sein. Auch wenn ihr das blöd findet,
auch wenn ihr keine Lust mehr habt: es ist weiterhin euer Job. Deal with it.
Das sind meines Erachtens wichtige Punkte die in den nächsten Monaten von
entscheidender Bedeutung sein werden und nunmal irgendwo auch zu einer
politischen Jugendorganisation dazugehören. Und sie müssen auch von denen
eingesehen werden, die zu dieser Jugendorganisation dazugehören und sie
aktiv mitgestalten wollen. Wer fundamentale Probleme mit diesen Punkten
hat, der muss - so Leid es mit tut - sich vielleicht überlegen, ob die
Jungen Piraten, oder politische Jugendorganisationen überhaupt der richtige
Platz für ihn sind.
*tl;dr -* Seht zu dass das Organisationstreffen läuft. Trolle bzw. euer
eigenes destruktives Verhalten nimmt nur soviel Raum ein, wie ihr es
zulasst. Meidet kontroverse und arbeitet lieber an Konsensthemen. Arbeitet
an Themen! Konzentriert auch auf Themen, welche die Lebenswelt und
Lebenswirklichkeit von Jugendlichen auch wirklich betreffen. Lasst euch
nicht zu sehr von der Bundesebene trollen. Seht ein, dass man Dinge
letztendlich nur mit denen tun kann, die auch wollen. Für Thementipps und
weitere wichtige Regeln lest die beiden Listen weiter oben.
Das ist so ziemlich alles was ich zu dem ganzen Themenkomplex sagen kann.
Ich kann verstehen wenn man keinen Bock mehr hat, das heißt aber nicht,
dass ihr deshalb den Kopf in den Sand stecken solltet. Dafür sind die
Jungen Piraten - auch hier in Hamburg - einfach zu wichtig. Wir brauchen
halt einfach eine Jugendorganisation.
MfG
Sascha
--
/"\ Junge Piraten hh Mailingliste
\ / Hamburg
X
/ \ https://ucp.junge-piraten.de/
Paul Meyer-Dunker
2013-03-03 22:16:23 UTC
Permalink
Moin,

Ich bin gerade von der Marina Kassel wieder in Hamburg angekommen und hatte
Zeit mir diesen langen Beitrag von Sascha durchzulesen. Er enthält in
meinen Augen, richtige und wichtige Punkte, leider aber auch falsche
Punkte.
Post by Sascha Morlok
In meinen Augen ist das Ziel und die aufgabe einer jugendorganisation u.a.
Bündelung von jungen Personen und deren Interessen um sie gegenüber dem
jeweiligen Landesverband bzw. der Bundespartei zu artikulieren, Einsatz und
Formunlierung Kinder- und jugendpolitischer Ziele, sowie deren Rechte (und
mglw. Pflichten), die dann in die Landes- bzw. Bundespartei hinengetragen
bzw. von diesen Übernommen werden, Einbringung einer kinderlichen bzw.
jugendlichen Perspektive in den gesellschaftlichen Diskurs und letztendlich
Visionen bezüglich der Fragestellung: In was für einer Welt will ich in 20,
30 oder 50 Jahren leben.
Soweit so gut
Post by Sascha Morlok
In Gesprächen, ob nun gemeinsam oder auch Einzeln, habe ich zumindest bei
vielen dieser Punkte durchaus eine Schnittmenge bei den Hamburgern und
diesen Zielen festgestellt. Leider herrscht jedoch eine ziemlich große
Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Diese findet sich allerdings
weniger auf der Landes- sondern vielmehr auf der Bundesebene. Einge hatten
ja geglaubt, dass die vergangene BMV neue Energie freisetzen würde, die man
dann produktiv in den kommenden Jupi-Sitzungen verwenden könnte.
Entsprechende Unternehmungen wurden ja auch angedacht (etwa Themenabende).
Allerdings scheint der Plan wohl nicht so wirklich aufgegangen zu sein. Was
ich so mitbekommen habe, hat die BMV doch nicht so viel Energie freigesetzt
wie erhofft.
Dass die Jungen Piraten Hamburg Probleme haben ist erstmal kein Fehler der
BMV
Post by Sascha Morlok
Mal ehrlich kann mir einer von euch dezidiert irgendwelche Anträge nennen,
die etwas mit Kinder und Jugendlichen zu tun hatten? Wenn man mal so Sachen
wie Jura in der schule weg lässt, dann bleibt da nur noch der
Bildungsantrag, Jugendpartizipation (der dann auch noch nicht behandelt
werden sollte.... was ein Unfug) und der Antrag zur Beschneidung. Man kann
noch den Antrag zum Adoptionsrecht für Homosexuelle hinzuzählen, allerdings
hat die Piratenpartei bereits ein sehr umfangreiches Queer- und
Familienprogramm, das zudem auch mit zu dem progressivsten ist und auch
durchaus weitgehender ist, als etwa das was die Grünen fordern.
Und das ist letztendlich das Problem, er ist irgendwo ein "Me-too"-Antrag,
wie viele andere auch, sei es nun Wirtschaft, Asylpolitik, Trennung von
Staat und Kirche, whatever. Sie sind entweder reine Me-Too-Anträge, oder
wirken im Zusammenhang mit den (Kern-)Aufgaben einer Jugendorganisation
vollkommen deplatziert.
Hier gibt es einiges worauf ich eingehen möchte. Erstens ist es falsch,
dass der Wirtschaftsantrag, der Antrag zu Asylpolitik und der Antrag zur
Trennung von Staat und Kirche "me-too" Anträge sind. Der Wirtschaftsantrag
ist an vielen Stellen viel weitreichender. Zur Asylpolitik hat die
Piratenpartei keine Beschlusslage. Ebenso hat die Partei auf einem
Bundesparteitag zur Trennung von Staat und Kirche bisher auch geschwiegen.
Auch der Immaterialgüterrechtsantrag ist viel weitergehender als bei der
Partei, u.a. wird die Begrenzung der Verwertungsrechte auf 20 Jahre
gefordert. Und so könnte ich noch weitermachen.

Der 2.Punkt den ich habe rührt aus einem anderen Verständnis von einer
politischen Jugendorganisation heraus. Für mich ist eine *politische*
Jugendorganisation eine Organisation in der Jugendliche Politik machen. Das
heißt eben nicht, dass wir Jugendliche sind die sich nur mit Fragen von
Jugend- und Kinderpolitik beschäftigen, sondern dass wir als Jugendliche
Antworten auf politische Probleme finden und formulieren wollen und diesen
Antworten durch unsere Organisationsform mehr Gehör verschaffen möchten.

Mein 3.Punkt bezieht sich darauf, dass du es als Unfug bezeichnest, dass
der Jugendpartizipationsantrag nicht behandelt werden sollte bzw. dann ja
auch abgelehnt wurde. Nur weil Jugendpartizipation drauf steht heißt es
leider noch nicht dass der Antrag gut ist. Leider war der Antrag aus meiner
Sicht sehr unkonkret und kein wirklicher Gewinn. Die Mehrheit hat ihn
jedenfalls abgelehnt. (Der Antrag zum nachlesen:
https://wiki.junge-piraten.de/wiki/Bundesmitgliederversammlung_2013.Q1/Antr%C3%A4ge/Jugendpartizipation
)
Post by Sascha Morlok
Wozu muss etwa eine Jugendorganisation ein Wirtschaftsprogramm
beschließen? Vielleicht muss man sich ja irgendwann als Jugendorganisation
auf sowas einigen, keine Ahnung, sofern dies in entschiedenen Punkten vom
dem Wirtschaftsprogramm abweicht, dass wir uns in Bochum gegeben haben bin
ich eher der Meinung, dass man es auch hätte sein lassen können. Die
Piratenpartei HAT bereits umfangreiche Beschlüsse zu Harz IV, die
Piratenpartei IST bereits für einen Mindestlohn und die Piratenpartei WILL
ein Recht auf Sichere Existenz und gesellschaftliche Teilhabe. Wozu
brauchen wir also ein Wirtschaftsprogramm, da sich die Position der
Mutterpartei ziemlich problemlos übernehmen ließe? (Für "gleicher Lohn für
gleiche Arbeit" bräuchte man den Antrag nicht, das ließe sich auch komplett
aus den Ursprungsbeschlüssen ableiten, die sind nämlich Personengruppen
unabhängig).
Das Programm der Mutterpartei lässt sich leider nicht Problemlos
übernehmen. Hier einmal die Unterschiede zwischen dem Wirtschaftsprogramm
der Piraten und der JuPis:

Wir sind der Meinung dass die Subventionspolitik Deutschlands und der EU
intransparent ist, klare Ziel und Zeitvorgaben benötigten und keinen
Strukturwandel behindern dürfen. Öffentliche Investitionen sollen "vermehrt
in soziale und nachhaltige Ausgaben wie Investitionen in Bildung und
Forschung" fließen. Dazu trifft die Piratenpartei keine Aussage.

Wir sagen: "Die Entwicklungen der letzten Jahre, gerade an den
Finanzmärkten, haben deutlich gezeigt, dass auch unsere Wirtschaft mehr
Staat und damit mehr demokratische Kontrolle als einen weiteren Abbau
gesetzlicher Rahmenbedingungen benötigt"
Die Piratenpartei hat das abgelehnt.

Wir sagen: Der Staat hat ein Einnahmeproblem, wir müssen diejenigen die es
sich leisten können mehr in die Verantwortung nehmen. Außerdem lehnen wir
die Schuldenbremse ab. Die Partei sagt dazu nichts.

Wir sagen: Equal pay sowohl bei Geschlechtern, als auch zwischen
Leiharbeiter*innen und Stammbelegschaft. Die Partei sagt nichts.

Wir als Jugendorganisation können das beschließen wenn die Mehrheit das
will und insbesondere ein Defizit auch bei der Mutterpartei herrscht. Sinn
solcher Beschlüsse ist es natürlich auch sie in die Partei zu tragen und
mit dem Gewicht einer ganzen Jugendorganisation unsere Sicht dann
hoffentlich Parteimeinung zu machen. Denn die Piratenpartei ist die beste
Möglichkeit für uns als Junge Piraten unsere Sicht der Dinge in die Politik
zu tragen.
Post by Sascha Morlok
Ähnliches gilt für eine Position zum Urheberrecht. Ich weiß ja nicht,
schließlich war dies meine erste BMV und es kann somit sein, dass die Jupis
bereits auf einen breiten Fundus von Positionspapieren zu Kinder- und
Jugendpolitik zurückgreifen. Wenn ich aber so schaue, was nun an PMs bzw.
Meldungen auf der Webseite der Jupis gelandet ist, so scheint man die BMV
wohl eher dafür benutzt zu haben, damit man "auch mal was" zu den "großen
Themen" sagen darf. Mitteilung zur Schuldenbremse oder zum Mindestlohn? Die
dort zu findenden Zitate klingen natürlich äußerst Staatsmännisch, leiden
jedoch darunter, dass sie so verfasst wurden, wie sie schon Dutzend andere
verfasst haben.
Wo ist zum Beispiel die Aussage zur Schuldenbremse, dass sie unweigerlich
zu Kürzungen in der Jugendhilfe, Bildung und im Sozialbereich führen
werden, was wiederum dazu führen wird dass insbesondere einkommensschwache
Familien und hier dann wiederum die Kinder drunter leiden werden und somit
die ganze Argumentation, man würde bei der Schuldenbremse an "die
zukünftigen Generationen" denken vollkommener Humbug ist? Wo ist der Satz,
dass bei einem flächendeckenden Mindestlohn insbesondere einkommensschwache
Familien und alleinerziehende Eltern profitieren, dass sie sich keine
Sorgen mehr darüber machen müssen, ob sie die Miete bezahlen, oder wie sie
ihren Kindern eine warme Mahlzeit auf den Tisch stellen können. Mit einem
Mindestlohn würde man der Kinderarmut entgegenwirken können, oder zumindest
in die Lage versetzt das Problem richtig angehen zu können.
Das ist eine gute Anregung wie man die Artikel verbessern kann. Ich fasse
das als Anregung auf mehr Konkrete Beispiele zu bringen wer genau betroffen
ist und die Perspektive von Jugendlichen in unseren Mitteillungen mehr zu
berücksichtigen.

Wenn man dann aber mal, zumindest vermeintliche, Jugendthemen identifiziert
Post by Sascha Morlok
und behandeln möchte dann stellt sich ein stellvertretender
Bundesvorsitzende hin und erzählt einem "Ich sehe darin keine Relevanz,
warum wir das behandeln sollten und ich werde auch alle Anträge dazu
ablehnen", was er sowohl im Vorgespräch zu im entstehen befindlichen
Anträgen sagt, wie auch später nochmal prominent auf der eigentlichen BMV
und versucht dann auch noch, dass diese Anträge nicht behandelt werden.
Ich bin immernoch der Meinung, dass die Idee Kinderrechte im Grundgesetz zu
verankern falsch ist, keine Relevanz hat und ich entsprechende Anträge
ablehnen werde. Ich habe das auch klar kommuniziert. Das muss dich ja nicht
aufhalten Anträge zu dem Thema zu schreiben und deine Position zu vertreten.
Post by Sascha Morlok
Auch scheint man sich im Feld der Jugendpolitik nur unsicher zu bewegen.
So wird etwa beim Thema Jugendmedienschutz-Staatsvertrag nicht nur die
Relevanz verkannt, sondern auch der Zeitpunkt<https://twitter.com/Purple_p1rate/status/305335984952836097>an dem man anfangen müsste zu handeln. Spätestes seit der Podiumsdiskussion
der KJM im München am 22.2. IST das Thema relevant und aktuell.
Daraus dass ich einen Termin der KJM nicht auf der Reihe hatte zu
schlussfolgern, dass ich mich auf dem Feld der Jugendpolitik "nur unsicher
bewege" halte ich doch für sehr gewagt, wenn nicht fast schon böswillig ;)
Ansonsten hast du recht dass das Thema jetzt aktuell ist.
Post by Sascha Morlok
Dabei traue ich gerade Paul zu, dass er genug politischen Weitblick
besitzt, dass er erkennt das Thema zwar durchaus im Wahlkampf eingesetzt
werden kann, es aber doch viel zu leicht im allgemeinen "Steinbrück vs.
Merkel" untergeht (ist ja vermeintlich auch nur Landesthema). Er müsste
somit auch zur Schlussfolgerung kommen, das man so ein Thema frühzeitiger
angehen muss und sollte - eben und vor allem auch weil es ein Jugendthema
ist. Hier gibts aber wohl Unterschiede in der Wahrnehmung.
Nein. Ich hatte nur nicht auf dem Schirm, dass der neue Anlauf schon so
weit ist und diese Diskussion der KJM stattfand. Ansonsten full ack.
Post by Sascha Morlok
(... bis hier)
Wo war ich.... achja: Dieses ganze deutet für mich auf einen fundamentalen
Verständnis- und Konzeptionsfehler in unserer Jugendorganisation hin. Und
dies merken natürlich auch die Hamburger. Hier ist man weder mit der
Struktur noch mit der Vorgehensweise des Buvos, bzw. der Bundesebene
sonderlich zufrieden. Auch habe ich das Gefühl, dass sich nur die wenigsten
bei dem was auf der BMV beschlossen wurde irgendwie Wiedererkannt hat (wenn
doch bitte melden). Ich konnte und wollte unter den oben geschilderten
Bedingungen nicht weiterarbeiten, weil sie für mich einfach viel zu
demotivierend waren, weshalb ich unter anderem deshalb ja noch am letzten
Tag der BMV ausgetreten bin. Andere sind deshalb auch ein wenig unmotiviert.
Ich denke nicht dass die JuPis in Hamburg deswegen auf ihrem Treffen
relativ wenig politisches machen weil irgendwas mit Bund. Die Probleme sind
schon länger da als die letzte BMV, Blumenkind hat jetzt nur mal als erstes
gefragt worauf das hinauslaufen soll.

Mich würde auch interessieren was jetzt sowohl an der Struktur als auch an
der Vorgehensweise des BuVos nicht stimmen soll. Derlei wurde uns noch
nicht vorgeworfen aber in dieser unkonkreten Form ist es schwer drauf
einzugehen, zumal es sehr wie einfach ins blaue hinein wirkt.
Post by Sascha Morlok
Es wurde zwar richtig angemerkt, dass das Problem der Handlungslosigkeit
schon länger besteht, nichtsdestotrotz muss ich auch feststellen, dass der
Gender-Antrag, ohne ihn jetzt weiter kommentieren zu wollen, bei den
Hamburgern nun auch nicht wirklich für Begeisterungstürme gesorgt hat. Er
ist natürlich nicht hauptverantwortlich für den Zustand des Stammtisches,
jedoch hat er in meinen Augen weiter zur... Entfernung zwischen den
Hamburgern und der Bundesebene geführt und war somit für die Stimmung auch
nicht förderlich.
Mich würde auch interessieren worin vorher diese angebliche Entfernung
bestand. Dass der Genderantrag nicht auf Hamburger Begeisterung stieß ist
klar, allerdings gilt es auch zu akzeptieren, dass die einzigen
Gegenstimmen aus Hamburg kamen. Wir werden sicher auch mal was beschließen
was wir total toll finden, nur alle aus $Bundesland nicht. Gehört leider
dazu.

Bei vielen ist die Lust raus, eigentlich alle Landessprecher haben mir und
Post by Sascha Morlok
anderen gegenüber bereits geäußert, dass sie nur noch ihre Amtszeit beenden
wollen und sich dann von den Jupis zurückziehen wollen, allgemein nicht
mehr soviel machen, oder gar komplett austreten wollen.
Ich bin verwirrt, mein Eindruck von Momme, Raul und Lotte war ein ganz
anderer. Da werde ich sie Donnerstag mal drauf ansprechen.
Post by Sascha Morlok
Grund sind neben oben genannten vor allem, dass man den Sinn einer
Jugendorganisation anzweifelt, oder schlicht keinen Bock mehr hat sich dort
noch weiter zu engagieren. Man hat tlw. jahrelang versucht die Jupis
zusammen zuhalten und auch produktiv zu arbeiten, ist letztendlich jedoch
gescheitert.
Nur so: Ich habe zwischen 2010 und 2011 auch schonmal mit dem Aufbau der
JuPis in Hamburg gescheitert, da ich auf lange Zeit leider immer der
Einzige war der dieses Projekt wirklich getragen hat. Ich glaube nicht,
dass wir schon wieder soweit sind. Aber selbst wenn es passiert muss das
nicht das Ende sein und man muss dann auch nicht der Piratenbewegung oder
den JuPis enttäuscht den Rücken zuwenden.

Wie auch immer, mein Eindruck ist vielmehr dass die Leute Lust haben, aber
nicht wissen was man am besten machen soll.

Die besten Punkte der Mail von dir kommen aus meiner Sicht im nächsten
Zitat, weil sie auf das Problem eingehen was in meinen Augen das größte
ist: Dass man was machen will, aber nicht weiß was man (am besten) machen
soll.
Post by Sascha Morlok
Somit komme ich also zu den Punkten welche die Jupis jetzt machen könnten.
Denn, trotz alle dem was oben genannt wurde hat die BMV doch die ein oder
andere Perle hervorgebracht, die man nun auch politisch - und nicht zuletzt
für den Wahlkampf - verwenden und ausnutzen kann.
* Wie bereits schon angesprochen: Stellt euch mit bei anderen an den
Infostand um direkt Kinder- und Jugendliche, bzw. Eltern mit Kindern
anzusprechen. Wenn ihr euch dabei nicht mit den Zielen der jeweiligen
Bezirksverbände identifiziert, dann stellt euch trotzdem dazu und verweist
auf die anderen wenn die Passanten Fragen zu einem speziellen Thema im
Bezirk haben (was vollkommen Ok ist).
* Macht euren eigenen Infostand. Wir sind die mit der Partizipation und
Bürgernähe. Es liegt vielleicht nicht jedem, es muss aber dennoch gemacht
werden.
* Auf der BMV haben wir ein Positionspapier zur Jugendpartizipation
beschlossen. Die Einreichsfrist für den jetzigen LPT ist zwar schon
abgelaufen, allerdings würde ein vernünftiger Antrag auch ein wenig dauern.
Schreckt hiervor aber nicht zurück und geht das Thema an, denn nur eine
Jugendorganisation kann dieses Thema am glaubwürdigsten vertreten. Ein von
mir angelegtes Pad mit einem groben Schlachtplan existiert zudem auch
schon <http://piratenpad.de/p/Jugend_HH>.
Das sind Dinge die man machen kann. Ein Jugendpartizipationsantrag wie er
von dir im Pad bereits grob skizziert ist hätte übrigens (von kleinen
Details mal abgesehen) auf einer BMV meine Stimme bekommen, weil er konkret
und ausführlich wäre. Die restlichen Vorschläge zitiere ich mal nicht
weiter. Der Punkt ist: Super Ideen, wäre geil wenn die Hamburger JuPis das
machen.
Post by Sascha Morlok
Damit das aber funktioniert müsst ihr ein paar Dinge auf die Reihe
* Euer Donnerstagsstammtisch ist euer zentraler Organisationtreff. Nicht
alles kann man auf Mailinglisten auslagern und Gespräche von Angesicht zu
Angesicht haben doch irgendwo noch eine andere Qualität. Dieses Treffen ist
somit essentiell wichtig und muss funktionieren. Spaß und eine entspannte
Atmosphäre sind durchaus ok, dauerhaftes stören aber nicht. Deal with it.
* Ihr seid eine politische Jugendorganisation und macht Politik. Ihr seid
zudem die Jugendorganisation der Piratenpartei. Die Piratenpartei will 2013
in den Bundestag. Es ist somit auch mit eure Aufgabe, dass dieses Ziel
erreicht wird. Deal with it.
* Politik ist sicherlich interessant, kann sogar in gewissen Rahmen Spaß
machen und auch zu Erfolgserlebnissen führen. In der Regel ist sie jedoch
langweilig, anstrengend, nervig, und ziemlich unsexy. Deal with it.
* Wir haben ein Bundestagswahlkampf vor uns, der in Hamburg nach dem 9.
März hier in Hamburg beginnt. Im Wahlkampf ist die Herstellung einer
Arbeitsfähigkeit von enormer Wichtigkeit. Wenn das bedeutet, dass dann da
nur 3-4 Leute sitzen, dann ist das nunmal so. Deal with it.
* Auch wenn noch nicht jeder von euch volljährig ist bewegt ihr euch
(unabhängig von der thematischen Ausrichtung) mit der Organisationsform die
ihr euch gegeben habt in der Welt der Erwachsenen. Somit werden, ob ihr es
gerecht findet oder nicht, auch die Ansprüche von Erwachsenen an euch
gestellt. Dies muss folgerichtig zur Professionalisierung von Strukturen
führen. Professionalisierung und Spaß schließen sich dabei nicht unbedingt
aus, Professionalisierung und Chaos allerdings schon. In diesem
Zusammenhang wird es auch dazu kommen, dass dann nicht mehr jeder bei uns
mitmachen will. Das kann man doof finden, aber man kann einfach nicht jeden
festhalten. Deal with it.
* Landessprecher, ihr wurdet nicht nur gewählt um die Hamburger Jupis nach
Außen hin zu vertreten, ihr habt auch die Aufgabe nach Innen hin innerhalb
eines gewissen Rahmens ein Anführer zu sein. Auch wenn ihr das blöd findet,
auch wenn ihr keine Lust mehr habt: es ist weiterhin euer Job. Deal with it.
Das was du hier schreibst ist einfach nur richtig. Und sie sind so wichtig.
Volle Zustimmung und ich kann jedem nur empfehlen sich diese Punkte zu
herzen zu nehmen.
Post by Sascha Morlok
Wer fundamentale Probleme mit diesen Punkten hat, der muss - so Leid es
mit tut - sich vielleicht überlegen, ob die Jungen Piraten, oder politische
Jugendorganisationen überhaupt der richtige Platz für ihn sind.
Auch sehr treffend formuliert. Ich finde es ein Stück weit faszinierend
dass wir politisch in einigen Punkten der Ausrichtung so weit auseinander
sind, aber in Punkten der Vorgehensweise und Organisation wieder so nah
beieinandersind.

So viel dazu von mir, ich schreibe normalerweise nicht so lange Mails und
bevorzuge es mit Menschen zu reden, das war mir allerdings diesmal doch zu
wichtig als dass ich dazu hier nichts hätte schreiben können.

lg Paul
Post by Sascha Morlok
MfG
Sascha
--
/"\ Junge Piraten hh Mailingliste
\ / Hamburg
X
/ \ https://ucp.junge-piraten.de/
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